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Konzertbericht: Exclusive

Alles was ich sah war Türkis

Es ist Mittwoch, blaues Licht erhellt die Bühne. Dort anzutreffen: Exclusive, die Durchstarter des letzten Jahres, die mit ihrem Debütalbum kleine und große Festivals beschallt haben, beispielsweise auch die Clubstage bei Rock im Park. Jetzt ein paar Nummern kleiner im club stereo, vielleicht etwas ungewohnt, denn Frontmann Fabian schmeißt gekonnt den Mikroständer um und rempelt anschließend gegen das Mac-Book, die beiden Hauptelemente ihrer poppig elektronischen Musik.
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Doch warum sah ich nur türkis? Es war eine Zeile aus dem Song „Am Meer“ und eine von vielen Textstellen, die an diesem Abend im sehr gut gefüllten Club Stereo aus vollem Hals mitgesungen wurden. Und doch stach sie für mich besonders heraus. Einerseits, weil die Bühne meist in diesen Farbton getaucht war, andererseits, weil es eine der ersten Zeilen war, die das Publikum mitsang. Nicht nur ich, auch die Band war angenehm überrascht, als plötzlich die Menge den Gesangspart übernahm.
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Das relativ junge Publikum zeichnete sich sowohl durch Textsicherheit als auch durch absolute Tanzbereitschaft aus. Das komplette Debütalbum und auch einige der neuen Songs aus dem zweiten Album „Neuer Mensch“ der Münchner Jungs wurden lauthals mitgesungen und in der Mitte des Clubs bildete sich gelegentlich sogar ein kleiner Moshpit. Wer nicht Teil des Moshpits war, tanzte trotzdem. Man konnte nicht anders. Die Musik geht einfach derbe in die Beine! Das Publikum war euphorisch und auch die Band bekundete einstimmig, dass das der bislang krasseste Gig, der noch jungen Tour war.

Zum Abschluss des Konzerts wurden dann alle anwesenden Nachtmenschen mit ihrer eigenen Hymne beglückt und rasteten nochmal richtig aus.

Übrigens sollte man auch die Vorband Nisse im Auge behalten, welcher aktuell nicht umsonst von seinem Label Four Music gehyped wird. Leider konnte ich nicht das ganze Konzert sehen, aber was ich sah war sehr stark. Guter Sound, tolle Stimme und beim Exclusive-Gig hart am abtanzen!
Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das am 4. September erscheinende Debüt.

/Text & Bilder: Simon Strauss/