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Konzertbericht: Gisbert zu Knyphausen

Mein dreitägiger Konzertmarathon hätte schöner nicht beginnen können.
Gisbert zu Knyphausen lud ins Erlanger E-Werk und das Publikum folgte diesem Aufruf durchaus zahlreich.
Ob es am in Erlangen ausreichend vorhandenen studentischen Zielpublikum liegt, oder daran, dass sich Gisbert zu Knyphausen mittlerweile einen festen Platz in der deutschen Indielandschaft erarbeitet hat, das bleibt offen. Ist auch vollkommen egal.

Seine von einer wunderbaren Melancholie geprägten Songs trugen mich wie ein unglaublich flauschiger fliegender Teppich durch diesen Konzertabend. Immer wieder durch die etwas flotteren Kid Kopphausen Stücke aufgelockert wurde, trotz des immer mitschwebenden Schwermuts, der Abend nie langweilig.

Gisbert wechselte zwischen alten und neuen Songs, zwischen englischen und deutschen Texten und schuf eine herrliche Wohlfühlatmosphäre. Seine Stücke handeln vom Leben, der Liebe, vom Mensch sein und sind auch immer ein Spiegel seiner Seele, die er für alle Zuhörer entblößt. Man erhält einen Einblick in das Seelenleben eines Künstlers, der es wie kaum ein anderer versteht, mit Worten wunderschöne Bilder zu malen. Bilder, die die schönen Dinge des Lebens widerspiegeln, aber auch unverblümt die dunklen Seiten zeigen.
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Wenn ich eine Metapher finden müsste, um das Konzert zu beschreiben, so wäre es wahrscheinlich ein warmer Sommerregen.
Der Regenguss nach einem heißen Tag, der sich anfühlt wie eine wohlige Dusche, der die ganzen Störgeräusche um einen rum verstummen lässt und vor dem man sich auch nicht irgendwo unterstellt. Sondern den man einfach nur genießt.

„Es ist ganz einfach, es ist ganz einfach:
Das Leben lebt, es ist ein wunderschöner Sommertag“

gisbertzuknyphausen.de/
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/ Text und Bilder: Simon Strauß /