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Konzertbericht: Tash Sultana im Tempodrom

Leckomio – was war das für ein Konzert!

Oh pardon, da spricht die Faszination, die Begeisterung und die Ekstase aus mir.

Hypes kommen und gehen, viele bekommen sie mit und andere passieren im Untergrund bzw. man selbst hat es nicht auf dem Radar und dennoch sammelt eine Künstlerin millionenfache YouTubes Views, Spotify Streams und spielte gestern ihr bisher größtes Konzert! Vor 3.500 Menschen, die nur für Tash Sultana gekommen sind, zeigte sie, warum sie gerade gehyped wird. Denn das ist nicht grundlos!

Ganz alleine, mit ein paar Gitarren, Synthesizern und dem wichtigsten – der Loop Station – steht sie auf der Bühne. Ihre Präsenz ist der Wahnsinn. Sie braucht nicht viel, außer ihrer Stimme und ihrem Talent, Songs so aufzubauen, dass man hinhören und hinschauen muss!

Ich konnte meine Augen nicht von Tash lassen, so beeindruckt war ich, wie sie immer mehr Instrumente loopte und die Songs immer mehr Gestalt annahmen. Die gingen dann auch keine drei Minuten, nein, es gab immer ein langes Intro und Outro dazu. Manchmal gingen sie auch ineinander über und es war gefühlt ein 15 Minuten Track. Das wurde, für mich, mit meinen drei Stunden Schlaf, etwas zu viel. Das haben Tash und ich gemeinsam – wir finden beide nicht immer den richtigen Punkt, um aufzuhören.

Ihre Musik stand im Vordergrund und wenn sie etwas sagte, dann gab Tash Weisheiten. In der Art, dass wenn man sich nicht wohlfühlt, sei es im Job oder in einer Beziehung, dann muss man etwas ändern. Recht hat sie!

Nach einer zwei Stunden Show verließ Tash Sultana mit einem breiten Grinsen die Bühne, ich war sprachlos und fasziniert. Denn so ein Konzert, das einen so fesselt, habe ich selten erlebt. Definitiv ein Highlight!

Ich frage mich nur, ob sie mit einer Band im Rücken genauso faszinierend ist?

www.tashsultana.com
www.facebook.com/tashsultanamusic

/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Dara Munnis /