Konzertbericht: Wrongkong

I feel love!

Oh ja, ich fühle Liebe! Ganz viel Liebe!
Unendlich viel Liebe für Wrongkong!

Zum Zusatzabschiedskonzert, quasi dem vorletzten Wrongkong-Gig überhaupt, hatte sich der Club Stereo sehr gut gefüllt. Freunde, Fans, Familie – alle waren sie da, um einen gebührenden Abschied zu bieten. Und Wrongkong gaben sich da keine Blöße. Ein Feuerwerk quer durch die Bandhistorie wurde abgefeuert und vom Publikum auch entsprechend gefeiert.

Die gute Laune der Band und der Menge verschmolzen zu einem euphorischen Klumpen aus guter Musik, Liebe zu ebendieser und der Band selbst. Die Gefühle der Musiker schwankten sichtlich zwischen Freude über ein tolles Konzert, dem Spaß am Spielen und auch der Traurigkeit, dass es eben nach dem nächsten Konzert vorbei ist.

Man sah es ihnen an, teilweise waren die Augen schon ein bisschen feucht, aber die Freude über ein begeistertes Publikum und einen verdammt guten Gig überwog dann doch. Zwischendrin noch ‚ne Runde Getränke von der Bar geholt und dann stimmte alles.

Eine so sympathische Band wie Wrongkong wird nicht nur in der Nürnberger, sondern allgemein in der deutschen Indiepop-Landschaft fehlen. Weshalb der große Durchbruch nie geschafft wurde, stellt wohl nicht nur Band und Fans vor ein Rätsel. Aber ändern lässt es sich jetzt auch nicht mehr.
Wrongkong sind Geschichte. Ein Stück Geschichte, bei dem ich sehr sehr froh bin, dass ich von den 11 Jahren einige miterleben durfte.

Vielleicht geht es ihnen ja wie so vielen anderen Bands zuvor und irgendeine Firma stolpert auf der Suche nach der perfekten Reklameuntermalung über die wunderbare Musik Wrongkongs und bringt der Band den Erfolg, den sie so sehr verdient hätte.

Möglicherweise lassen sie sich so auch wieder aus dem Ruhestand locken.

Man wird noch träumen dürfen…

Macht’s gut Wrongkong, es war mir ein Fest mit euch zu feiern!

Für euch brennt ein Sambucca in der Kathedrale meines Herzens!

www.wrongkong.com/
www.facebook.com/wrongkong/

/ Text und Bilder: Simon Strauß /