ok kid

MABADEMO (JUNI’16)

Das Phänomen „Mädchenbands“ finde ich faszinierend. Zum einen, wenn man es von außen betrachtet, und zum anderen, wenn man selbst Fan einer dieser Bands ist.

Mit „Mädchenbands“ meine ich Bands, die komischerweise doch mehr die hippen Turnschutragenden Mädels ansprechen. Meistens stehen sie bei Konzerten in den ersten Reihen, jubeln, wenn das Lied auf einer Party gespielt wird und finden die Musik einfach gut. Ja, zum Teil habe ich mich da gerade selbst beschrieben. Jungs finden diese Bands auch gut, nur auf Konzerten stehen sie weiter hinten und am Ende des Tages sind sie in der Unterzahl. Mädchenbands sind für mich zum Beispiel Kakkmaddafakka, KYTES, Pool oder die alten Hasen unter ihnen – The Kooks. Fangirl bin ich von all den Bands und von OK KID.

Nicht unbedingt die klassische „Band“. Eher Hip Hop Kombo, obwohl ich mich in dem Genre noch nicht sicher bewege. Deswegen sag ich dazu Kombo, weil Band nicht passt. Es lässt sich auch wieder trefflich darüber streiten, welches Genre OK KID bedienen. Das ist mir schnuppe, hatte ich schon bei Who is Louis – es soll doch einem selbst gefallen und dann ist es egal, welchem Genre man die Band zuordnet.

Mit OK KID verbinde ich so manch schöne Erinnerungen. Ein Silvester habe ich mit Freunden laut zu „Stadt ohne Meer“ gesungen, uns war es egal, dass wir keinen Ton getroffen haben und auf der Straße standen. Ein schöner Start ins neue Jahr. Dazu kommt, dass ich die drei jetzt schon viermal live gesehen habe, zwei Mal zum Interview getroffen habe und sie sich an mich erinnern konnten. Das freute mich umso mehr, weil drei Jahre zwischen den Interviews lagen und wer geht schon davon aus, dass man sich noch erinnern kann?

Musikalisch gesehen, hat es gleich gefunkt. Da musste ich nicht lange überlegen. Stück für Stück erweiterte ich meine Lieblingslieder, fügte immer ein Neues hinzu. Von „Stadt ohne Meer“ ging es über zu „Allein, zu zweit, zu dritt…“, „Hellwach“, „Borderline“ und beim neuen Album angekommen kann ich mich noch nicht entscheiden. Mal find ich „Bombay Calling“ spitze, dann ist das Intro „Blüte dieser Zeit“ besser oder für den Moment passender. Doch „Borderline“ ist die Konstante. So oft habe ich das Lied schon gehört und kann einfach nicht genug davon bekommen.

In dieser Rubrik zähle ich Monat für Monat meine All time Favourites Bands auf. Da ist schon einiges zusammengekommen, ein paar habe ich noch in petto, es kommen neue dazu und OK KID sind nun offiziell in meinem Bandolymp angekommen. Warum? Weil ich sie schon seit drei Jahren höre und ich weiß, dass ich das auch zukünftig machen werde.

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/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Stefan Braunbarth /