The-Neighbourhood-James-Minchin1

MABADEMO (November’14)

Dank der Zeitumstellung wird es jetzt früher wieder dunkel und die Sonne lässt sich auch nicht mehr so häufig blicken. Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, Musik immer nach ihren Jahreszeiten zu kategorisieren und dementsprechend auch zu hören. Gut, manche Lieder passen von der Stimmung her besser in den Sommer als in den Herbst, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Auch wenn ich meine Musik nicht nach den Jahreszeiten ordne, so gibt es eine Band, die ich dann doch eher höre, wenn es draußen wieder kalt und dunkel wird. Die Rede ist von The Neighbourhood aus dem sonnigen Kalifornien. Doch ihre Musik klingt gar nicht mal so sonnig, sondern eher schwarz-weiß, so wie ihre ganze Welt schwarz-weiß ist. Sie werden auch mit Lana Del Rey verglichen. Es heißt, sie wären die männliche Variante von ihr. Dem kann ich aber nicht zustimmen. The Neighbourhood klingen nicht melancholisch, sondern cool, und sind nicht operiert, sondern tätowiert.

The Neighbourhood sind fünf Jungs aus Kalifornien. Erstmals aufmerksam wurde man auf die Jungs im Jahr 2012, als sie ihren Song Sweater Weather veröffentlichten. Es folgten zwei EPs, „I’m Sorry“ und „The Love Collection“. 2013 erschien ihr Debütalbum „I Love You“. Sweater Weather schaffte es sogar an die Spitze der Billboard Alternative Charts! Angeblich wird an dem Nachfolger gearbeitet, man darf also gespannt sein …

Ihre Lieder laufen gerne mal im Hintergrund von Serien oder Filmen, wie zuletzt in The Amazing Spider Man 2. In Amerika und in der UK haben sie ihren Durchbruch schon geschafft, in Deutschland sind die Jungs noch sehr unbekannt, leider. Denn auf Konzerte in Deutschland warte ich bis heute noch, muss ich dann doch mal wohl oder übel wieder auf die Insel reisen, um sie live zu sehen …

Ich liebe ihre Musik, denn sie klingt einfach lässig. Wie oben schon erwähnt ist die Welt von The Neighbourhood schwarz-weiß und ich finde, das hört man ihrer Musik auch an. Sehr schlicht, kein großes Tamtam. Egal ob sie ihre eigenen Songs spielen oder ein richtig cooles Cover von Say My Name und Cry Me a River machen. Die Lieder klingen immer nach ihnen und strahlen diese Lässigkeit aus. The Neighbourhood haben mich auf jeden Fall in ihren Bann gezogen und ich bin ihnen verfallen und wehre mich erst gar nicht dagegen. Widerstand ist zwecklos.


www.thenbhd.com
www.facebook.com/TheNeighbourhood

/Text: Matilda Pfeil /