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Nachbericht: Rian bei der Kulturinsel Wöhrmühle

Hurra, der Partyretter Rian war am 23. Juli bei der Kulturinsel Wöhrmühle und hat aus seiner größten Open Air Show in Deutschland eine große Feier gemacht.

Eine knappe Stunde lang bringt sein Support Gregor Hägele das Publikum schon einmal in gute Stimmung. Er wird nicht müde seinen Namen zu wiederholen, damit niemand vergisst, wer gerade die Show abliefert. Generell merkt man an seiner aufgeweckten Energie, er hat großen Spaß, auf der Bühne zu stehen.

Gregor Hägele

Für alle, die vielleicht das ein oder andere alkoholische Getränk zu viel trinken werden, hat er etwas gegen den Kater am Tag danach dabei. Bei dem überraschend jungen Publikum mit vielen Kindern hoffe ich allerdings, dass die Kater eher ausgeblieben sind. Mit großer Unterstützung des Publikums im Refrain, singt er das Lied „Paracetamol“. Als sein Gitarrist Dave den Publikumsteil demonstrieren soll, ist dieser sichtlich wenig begeistert.

Gregor Hägele

Volles Herzblut steckt vor allem in seinen emotionaleren Lieder. Er appelliert, dass alle gut genug sind und thematisiert in „Ein bisschen mehr“ wachsende Selbstliebe. Das schon gemeinsam mit Helene Fischer in ihrer Show gespielt zu haben, ist natürlich etwas Besonderes für ihn. Aber in so einer traumhaften Location mit dem Publikum zu singen und alle schunkeln zu sehen, ist noch einmal etwas anderes. Heute Abend soll niemand allein sein, weswegen er vorschlägt, das Konzert als eine Tinder-Alternative zu sehen und vielleicht ja jemanden kennenzulernen.

Gregor Hägele

Als er anspricht, dass viele Künstler*innen Songs mit weiblichen Vornamen im Titel schreiben, wenn ihnen nichts mehr einfällt, muss er sich auch an die eigene Nase fassen. Nach einem Medley bekannter Lieder, die diesem Schema folgen, singt er sein eigenes namens „Sophie“.

Gregor Hägele

Sein Set schließt er mit einem Gruß an seine Mama mit dem Lied „MAMA HATTE IMMER RECHT“. Für alle Mamas in der Menge bestimmt schön zu hören.

Gregor Hägele

Im Intro kurz bevor Rian mit seiner Band die Bühne betritt, wird darauf hingewiesen, alle Schmelzöfen und Haustiere bitte zuhause zu lassen, bevor mit „Das Leben ist schon ernst genug“ die Blumendisko beginnt. Er gesteht bei „Fehler passieren“, nichts von Sternzeichen zu halten und für sein eigenes immer ein anderes anzugeben. Eine Meinung, die nicht alle im Publikum abholt.

Rian

Ein bisschen Arbeitszeitbetrug thematisiert er in „Homeoffice“. Viele im Publikum fühlen das sehr und der Keyboarder und Trompeter glänzen beide mit einem Solo.

Rian

Für die Diagnose in „Ich bin kein Arzt“ erfolgt der erste Outfit-Wechsel und Rian steht mit Arztkittel auf der Bühne. Eine Ode an den Urlaub auf Balkonien gibt er in „La Terrazza“ – sein neuer Release am Tag danach.

Rian

Tragischer wird es, als es um Rians ehemaligen Hamster Jojo geht. Diesen hat er eines Tages nicht mehr in seinem Zimmer gefunden und beim Staubsaugen dann leider einen gravierenden Fehler begangen. „Dumm gelaufen“ ist wohl ein passender Ausdruck.

Rian

Zu einem guten Konzert gehört immer eine gelungene Interaktion mit dem Publikum. Rian fragt, wer denn schon einmal ins Meer gepinkelt hat, und lockt manche damit etwas aus der Reserve. Denjenigen, die die Frage vehement verneinen, kann er nicht glauben und ist davon überzeugt, sie sagen nicht die Wahrheit. Im nächsten Song „Kennst du das?“ versucht er die Scham aus alltäglichen Situationen zu nehmen, in denen sich die meisten bestimmt schon einmal wiedergefunden haben – ob sie es zugeben oder nicht.

Rian

Der Schlagzeuger hat während „Frechdachs“ eine kleine Verschnaufpause, als sich der Sänger selbst an das Instrument setzt.

Rian

Den zweiten Outfitwechsel gibt es bei „Hurra“ und Rian tritt mit einem Diskohelm auf die Bühne. Das Konzert erlebt noch einmal einen letzten Energieschub mit „Tanzen“, „Schwiegersohn“ und „Hausparty“.

Rian
Rian

Die Zugabe bilden „Schwarzes Schaf“, das vor ein paar Jahren auf Social Media viral ging, und „Verwandschaftstreffen“, was vielen aus der Seele spricht.

Rian

Auch wenn weder ein DJ-Set aus Mamas Bügelbrett wurde, noch ein Alpaka auf dem Esstisch stand, war das Konzert eine gelungene Party.

Gregor Hägele
Gregor Hägele
Rian
Rian
Rian

// Text & Bilder: Ilsa Hösch //