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Nachbericht: Wincent Weiss beim Stadionpark Open Air

Wincent Weiss bein Stadionpark Open Air – ein Sommerabend voller Emotionen, Pyro und Fanliebe.

35 Grad, strahlender Sonnenschein und Tausende Menschen im Stadionpark Nürnberg: Die Voraussetzungen für einen unvergesslichen Konzertabend waren bereits vor dem ersten Ton gegeben. Mit KAYEF als Support und Wincent Weiss als Headliner wartete auf die Fans ein Abend voller Gänsehautmomente, mitreißender Stimmung und ganz viel Nähe zum Publikum – bis ein aufziehendes Unwetter den perfekten Abend schließlich beendete.

Den Auftakt machte KAYEF, der die Menge schon früh in Bewegung brachte. Mit einem abwechslungsreichen Set zwischen emotionalen Balladen und energiegeladenen Songs bewies er, warum er längst mehr als nur ein Geheimtipp ist. Immer wieder animierte er das Publikum zum Mitsingen und Mitmachen und sorgte dafür, dass die Stimmung bereits vor dem Hauptact auf Betriebstemperatur war.

Als schließlich die ersten Töne erklangen, ließ Wincent Weiss keine Sekunde auf sich warten. Ohne großes Intro stand er plötzlich auf der Bühne – begleitet von einer beeindruckenden Pyroshow, die direkt zum Konzertbeginn ein echtes Ausrufezeichen setzte. Passend zum Tourauftakt in Franken, der Heimat vieler seiner Bandmitglieder, hatte er seinen Song „Hast du kurz Zeit“ kurzerhand in einer „Nürnberg-Edition“ umgedichtet und sorgte damit schon in den ersten Minuten für laute Jubelstürme.

Von Anfang an zeigte sich: Dieses Konzert lebt von der Verbindung zwischen Künstler und Publikum. Bereits früh forderte Wincent die Fans zu einer Mitmach-Aktion auf. Im Wechsel klatschten die Zuschauerinnen und Zuschauer den Takt – ein kleines Detail, das den Stadionpark in einen einzigen großen Klangkörper verwandelte.

Überhaupt war die Nähe zu seinen Fans einer der roten Fäden des gesamten Abends. Auf der B-Stage stellte sich Wincent der spontanen Handstand-Challenge einer jungen Frau aus dem Publikum und bewies dabei nicht nur Humor, sondern auch sportliches Talent und gewann beide Runden. In der ersten Reihe entdeckte er außerdem ein Plakat mit der Aufschrift „Safespace seit 10 Jahren“. Er nahm sich Zeit für ein kurzes Gespräch mit der jungen Besucherin und schuf damit einen dieser besonderen und lustigen Momente, die weit über die Musik hinausgehen, da das Mädchen mit dem Plakat selber erst 11 Jahre alt war, was Wincent sichtlich verwirrte.

Auch auf seinem Weg durch die Menge blieb kein Fan außen vor. Immer wieder nahm Wincent Blumen entgegen, die ihm aus dem Publikum gereicht wurden. Aus einzelnen kleinen Sträußen wurde auf seinem Weg zur B-Stage ein riesiger Blumenstrauß, den er schließlich stolz auf sein Klavier legte – ein sichtbares Zeichen der besonderen Verbindung zwischen ihm und seinen Fans.

Einer der emotionalsten Momente des Konzerts entstand während „Die guten Zeiten“ und dem bislang unveröffentlichten Song „UHHH“. Das Publikum hatte im Vorfeld eine Fanaktion vorbereitet: 499 bunte Papierherzen mit Songtexten wurden gleichzeitig in die Höhe gehalten und tauchten den Stadionpark in ein beeindruckendes Farbenmeer. Ein Gänsehautmoment, der nicht nur die Fans, sondern auch Wincent sichtlich bewegte.

Mit „Langsam“ verließ er anschließend die Hauptbühne und bahnte sich seinen Weg mitten durch die Menge zur B-Stage. Dort spielte er mehrere Songs in intimer Atmosphäre, ehe es mit „Frische Luft“ zurück Richtung Hauptbühne ging. Doch damit nicht genug: Für „Unendlichkeit“ wechselte Wincent sogar noch einmal den Standort und sang den Song an der barrierefreien Plattform und sorgte damit dafür, dass wirklich jeder Teil des Publikums das Konzert aus nächster Nähe erleben konnte.

Obwohl das Thermometer selbst am Abend noch rund 35 Grad zeigte, wurde an der Bühnenshow nicht gespart. Immer wieder schossen meterhohe Feuerfontänen in den Himmel und verliehen den Songs zusätzliche Intensität. Gleichzeitig bewies Wincent, dass Unterhaltung für ihn weit mehr bedeutet als nur Musik. Gemeinsam mit seiner Band zeigte er eine einstudierte Tanzchoreografie, später folgte sogar ein Kopfstand auf der Bühne – natürlich mit der Aufforderung an das Publikum, mitzutanzen. Die Fans ließen sich nicht zweimal bitten und verwandelten den Stadionpark endgültig in eine riesige Open-Air-Party.

Die Stimmung? Kaum in Worte zu fassen. Von der ersten bis zur letzten Minute wurde gesungen, getanzt und gefeiert. Jeder Moment wirkte ehrlich, spontan und voller Freude. Wincent Weiss präsentierte sich nahbar, humorvoll und gleichzeitig unglaublich dankbar für die Unterstützung seiner Fans.

Auch wenn das Unwetter am Ende den Abend etwas hektischer enden ließ, bleibt vor allem eines in Erinnerung: ein Konzert, das Nürnberg so schnell nicht vergessen wird und die Empfehlung ganz dringend zu einer von Wincents Sommer-Shows zu gehen, da sie wirklich einen wundervollen Abend bereiten.

// Text & Bilder: Annika Wiedemann //