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Nachbericht: Stagetopia Festival 2026

Auf dem Stagetopia feierten am 13.Juni rund 10.000 BesucherInnen das neue Festival im Saarland. Auf dem Campus der Universität des Saarlandes verwandelte sich das Gelände ab 14 Uhr in ein weitläufiges Festivalareal mit mehreren Open-Air-Bühnen. Stagetopia zählt nun bereits nach der ersten Ausgabe, zu den größten Musikfestivals des Bundeslandes.

Deine Cousine

Das Festival setzte auf ein genreübergreifendes Konzept und bot ein vielseitiges Musikprogramm. Die Besucher konnten zwischen Bühnen mit Hip-Hop- und Pop-, Rock- und Indie-, Electro- sowie Club- und Party-Musik wählen. Ergänzt wurde das Angebot durch einen eigenen Trance-Floor.

Kaffkiez

Das Festivalgelände auf dem Campus der Universität des Saarlandes bot viel Platz und war großzügig angelegt. Durch die verschiedenen Wege und die verwinkelte Struktur wirkte das Gelände abwechslungsreich, ohne dabei unübersichtlich zu sein. Dank der gut sichtbaren Beschilderung waren alle Bühnen sowie die wichtigsten Bereiche problemlos zu finden. An einigen Stellen hätte jedoch etwas mehr Dekoration oder thematische Gestaltung für eine noch stimmungsvollere Festivalatmosphäre sorgen können. Insgesamt überzeugte das Gelände aber mit einer gelungenen Aufteilung und kurzen Wegen zwischen den einzelnen Bereichen.

Lostboi Lino

Zum Line-up gehörten unter anderem Mehnersmoos, die zuvor bereits bei Rock am Ring aufgetreten waren, sowie Kaffkiez, PA69, Raum27, Deine Cousine und Lostboi Lino.

Mehnersmoos

Besonders positiv fiel die musikalische Aufteilung der Bühnen auf. Die Acts waren nach Genres sortiert, sodass Fans einer bestimmten Musikrichtung nicht ständig zwischen den Bühnen wechseln mussten. Wer beispielsweise lieber Indie- und Rockmusik hören wollte, konnte den ganzen Tag an der Rock by Implement-it Stage verbringen, ohne einen guten Platz aufgeben zu müssen. Genau dafür entschied ich mich und verfolgte dort die Auftritte von Lostboi Lino, Raum27, Deine Cousine und Kaffkiez. Zum Abschluss des Abends machte ich schließlich noch einen Abstecher zur Hip-Hop-Bühne, um mir den Auftritt von Mehnersmoos nicht entgehen zu lassen.

Raum 27

Neben den Bühnen und dem klassischen Merchandising-Stand luden verschiedene Aktionsstände zum Verweilen ein. Besucherinnen und Besucher konnten an Gewinnspielen teilnehmen oder sich auf einer großen Hüpfburg noch einmal wie ein Kind fühlen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Über das gesamte Festivalgelände verteilt gab es zahlreiche Essens- und Getränkestände mit einem vielfältigen Angebot. Weniger überzeugend war hingegen das Nachhaltigkeitskonzept. Trotz des Einsatzes eines Pfandsystems wurden Getränke ausschließlich in Einwegbechern ausgegeben. Dadurch entstand eine große Menge an Abfall, die sich durch wiederverwendbare Mehrwegbecher hätte vermeiden lassen. Gerade bei einem Festival dieser Größe wäre ein konsequenteres Umweltkonzept wünschenswert gewesen.

Bezahlt wurde auf dem Festival mit einem klassischen Token-System, wie man es von vielen Festivals aus früheren Jahren kennt. An mehreren Verkaufsstellen konnten Besucherinnen und Besucher Wertmarken erwerben, die anschließend an den Essens- und Getränkeständen als Zahlungsmittel dienten. Dadurch verliefen die Bezahlvorgänge in der Regel zügig. Auch die Rückgabe nicht genutzter Tokens funktionierte über weite Teile des Tages schnell und unkompliziert. Lediglich nach dem letzten Act auf der Hip-Hop- Bühne kam es zu längeren Wartezeiten, da viele Festivalgäste ihre übrigen Tokens gleichzeitig zurückgeben wollten. Insgesamt erwies sich das System als zuverlässig, auch wenn inzwischen viele Festivals auf bargeldlose Bezahlmöglichkeiten setzen.

Deine Cousine

Das Stagetopia hat mit seiner ersten Ausgabe im Saarland einen soliden Start hingelegt. Für ein neues Festival hat vieles schon gut funktioniert: Die Bühnen waren sinnvoll nach Genres aufgeteilt, das Gelände war groß, aber trotzdem gut zu überblicken, und insgesamt lief die Organisation weitgehend rund. rotzdem war auch klar zu sehen, dass es die Premiere war. An einigen Stellen, wie beim Thema Nachhaltigkeit oder bei der optischen Gestaltung des Geländes, gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Kaffkiez

Insgesamt bleibt aber ein positiver Eindruck: Stagetopia hat gezeigt, dass das Konzept funktioniert und als neues Festival im Saarland gute Chancen hat, sich weiter zu entwickeln. Ich komme gerne wieder!

Lostboi Lino
Mehnersmoos
Raum 27

// Text & Bilder: Annabel Bader //