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Nachbericht: Tjark im Hirsch

TJARK war am 16. September im fast ausverkauften Hirsch in Nürnberg: Zwischen Gänsehaut, neuen Songs und ganz viel Nähe.

Ein Konzert muss nicht immer mit großem Knall beginnen. Manchmal reicht eine Gitarre, ein bisschen Nervosität und ein Publikum, das bereit ist zuzuhören. Genau so startet dieser Abend: Bevor TJARK die Bühne betritt, übernimmt Paul Falc den Support. Gemeinsam mit einem Kumpel an der Gitarre spielt er seine Songs in einer angenehm reduzierten, akustischen Version.

Ganz ohne kleine Startschwierigkeiten geht es allerdings nicht: Das Mikrofon macht zunächst Probleme. Paul Falc lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen und findet gemeinsam mit seinem Gitarrenpartner in einen entspannten Auftritt. Paul Falc spielt dabei sowohl veröffentlichte als auch unreleased Songs, die uns einen ruhigen Start in den Konzertabend garantieren.

Und dann steht plötzlich TJARK mitten in der Menge.
Seinen Auftritt beginnt der Sänger nicht etwa auf der Bühne, sondern mitten in der Crowd. Ein ungewöhnlicher Einstieg, der direkt für Nähe sorgt. Kurz darauf geht es auf der Bühne mit „kalt“ weiter – und die Stimmung ist vom ersten Song an da.
Was danach folgt, ist ein Konzert, das vor allem von der Verbindung zwischen TJARK und seinem Publikum lebt. Auf der Setlist stehen sowohl ältere Songs als auch Stücke seines aktuellen Albums „auch wenns uns morgen nicht mehr gibt“.

Einer der besonderen Momente des Abends entsteht bei „wenn du mich lässt“. Für den gemeinsamen Song holt TJARK Alless auf die Bühne, eine gelungene Überraschung. Gemeinsam performen die beiden den Titel und sorgen damit für einen weiteren Höhepunkt des Abends.
Überhaupt ist das Publikum immer wieder Teil der Show. Bei einer Community-Aktion, gegen Ende der Show, darf eine Person aus dem Publikum die Stadt und das Datum des heutigen Konzertes auf TJARK Klavier verewigen. Der Sänger sucht sich dafür eine Frau aus dem Publikum aus, die laut ihm kein einziges Mal am Handy war. Ein kleines Detail, das zeigt wie aufmerksam TJARK während des Konzerts auf das Publikum achtet.

Auch sonst lässt sich TJARK einiges für seine Fans einfallen. Während der Tour gibt es die Möglichkeit, seinem Newsletter beizutreten und dafür einen Song zugeschickt zu bekommen, der bislang noch nicht veröffentlicht wurde. Angelehnt ist diese Aktion an seinen Song „Wälder von Schweden“, der erst vor kurzen auf den Streaming-Platformen veröffentlicht wurde.

Mein persönliches Highlight des Konzerts war, als TJARK einen unveröffentlichten Song angekündigt hat, der sogar erst seit kurzem existiert. Geschrieben hat er ihn während eines Off-Days in Köln, ebenfalls auf dieser Tour, im Studio & wir bekamen die Gelegenheit, den Song kurz nach seiner Entstehung zu hören. Ein exklusiver Moment, der sich passend in einen Abend einfügt, an dem es immer wieder um die direkte Verbindung zwischen Künstler und Fans geht.

Zwischen alten Lieblingssongs, neuen Stücken und kleinen Aktionen entsteht so ein Konzert, bei dem die gute Stimmung von vorne bis ganz hinten, im fast ausverkauften Hirsch, zu spüren ist.

// Text & Bilder: Annika Wiedemann //