Vorbericht: Reeperbahn Festival 2026
Vom 16. bis 19. September ist es also wieder soweit. Das Reeperbahn Festival in St. Pauli findet statt. Für mich tatsächlich das interessanteste und schönste Festival des Jahres. Alleine schon wegen des Standortes mitten auf der Reeperbahn in Hamburg. Das macht schon vieles aus. So viele wunderbare Locations, die man entdecken kann. So viel Liebe und Leidenschaft, die in dieses Festival gesteckt werden. Und natürlich auch so viele tolle Künstler, Künstlerinnen und Acts, die man da erst kennenlernt.

Das RBF ist ja ein Showcase-Festival, also ein Festival, bei dem viele aufstrebende KünstlerInnen dem Publikum, der Presse, den Labels, den Bookern und Managern vorgestellt werden. Also ganz viele relativ neue und noch nicht so große und bekannte Acts. Das RBF ist das größte Showcase- und Club-Festival Europas. Dazu ist es natürlich auch ein wunderbares Branchentreffen, auf dem man die ganzen Leute trifft, mit denen man das ganze Jahr über schreibt und Mailverkehr hat. Mit ganz vielen Konferenzen, Meetings und dem ein oder anderen Kaltgetränk.

Ein bisschen Selbstbeweihräucherung muss an der Stelle auch mal sein: Viele der Künstler, Künstlerinnen und Acts, die immer wieder beim RBF spielen, tauchen bei uns am Blog auch schon vorher auf und werden entweder mit ihren Songs oder auch mit unseren Geschmacksfragen vorgestellt. Ein bisschen stolz sind wir dann natürlich auch immer, wenn wir sehen, dass diese dann auch beim RBF spielen.

Dieses Jahr werden wieder weit über 300 Acts in insgesamt über 80 verschiedenen Locations auf 4 Tage verteilt. Da ist es natürlich schwer, sich einen Plan zurechtzulegen und wirklich alles, was man sehen will, zu schaffen. Ich hatte schon sehr stressige Tage beim RBF in den vergangenen Jahren, wo ich von einer zur anderen Location und von einem zum anderen Act gehetzt bin. Das Gute ist ja auch, dass viele Acts nicht nur einmal spielen. Und am großen Spielbudenplatz mitten auf der Reeperbahn ist sogar das komplette Programm umsonst und man braucht kein Ticket, um sich da auch schon viele Acts, meistens in kürzeren Auftritten, anzusehen. Ebenso ist das Festival-Village frei zugänglich, in dem es einiges zu entdecken gibt und in dem ebenfalls Bühnen sind, auf denen man völlig umsonst Konzerte sehen kann.


Dabei diesmal unter anderem, also von den KünstlerInnen und Acts, die es hier bei uns auch schon zu entdecken gab, sind Aaron, Agassi, Anda Morts, Another Nguyen, Antje Schomaker, Atzur, BLVTH, Carla Ahad, Culk, Dea Matrona, Django Django, Dolphin Love, Dream Wife, Ebow, Fat Dog, Friedberg, Grim104, Hidden Gemz, HVOB, Jesper Munk, Jewls, Jo The Man The Music, Karen Dió, liska, Luiza, Mary Middlefield, Mine, Oskar Haag, panicbaby, Paula Paula, Philine Sonny, Rayannah, Redd., Remote Bondage, Sassy 009, Sofia and the Antoinettes, Sperling, Udo West, yola… Puh, jetzt, wo ich das aufschreibe, fällt mir auf, wie viele das wirklich sind. Und ich hab bestimmt ein paar vergessen …

Naja, Ziel ist es, die alle, vor allem die, die ich noch nicht live erlebt hab, auch zu sehen. Und dazu, mit das Wichtigste, auch ganz viele neue Acts zu entdecken, die ich vorher noch nicht am Schirm hatte. Ihr seht, das wird stressig! 🙂

Dazu sind dieses Jahr mit den Nachtkindern auch, bereits zum zweiten Mal nach Me&Reas vor ein paar Jahren, sehr gute Freunde von mir vor Ort und spielen am RBF. Glückwunsch dazu! Das ist eine ganz großartige Sache. Ich befürchte nur, das wird den Alkoholpegel der 4 Tage noch mehr anheben.

Auch immer wieder eine große Vorfreude und auch ein großes Fragezeichen ist, wer dieses Jahr wohl noch irgendwo oder irgendwann als Überraschungsgast dabei sein wird. Da gab es in den letzten Jahren ja wilde Geschichten. Letztes Jahr haben Kraftklub ein eigenes Festival während des Festivals gespielt und sehr sehr kurzfristig angekündigt, während dem RBF in 15 Locations jeweils 15 min. zu spielen, mit einem großen Abschlusskonzert. Wild! Auch schon als Secret-Act dabei waren vor ein paar Jahren K.I.Z. oder auch Nina Chuba. Vor vielen Jahren auch nochmal Kraftklub, die mitten auf der Reeperbahn auf dem Dach eines Busses ein kurzes Konzert gaben. Mal sehen, was dieses Jahr passiert.

Ich freu mich auf jeden Fall auf die 5 Tage in Hamburg und auf der Reeperbahn. Definitiv immer ein Jahres-Highlight.
Tickets für das Reeperbahn Festival 2026 gibt es HIER





// Text: Jens Riedel / Bilder: Presse (by: Robin Schmiedebach, Christian Hedel, Tom Heinke, Dominik Friess, Marvin Contessi & Lidija Delovska) //
