Interviews / Musik

Interview mit Ildikó

Auf dem c/o pop Festival in Köln hab ich Ildikó getroffen. Die Stuttgarter Rapperin bewegt sich musikalisch zwischen Rap, Pop und experimentellen Einflüssen und fällt vor allem durch ihre ehrliche, direkte Art und ihre energiegeladenen Live-Auftritte auf. Zwischen Festivaltrubel und Backstage- Atmosphäre hab ich mit ihr über Musik, Kreativität, Lieblingssongs und das Leben als Musikerin gesprochen.

Viel Spaß beim Interview!

Wie würdest du deine Musik in drei Worten beschreiben?

„durchmischt, laut und … theatermäßig (dann eher der Live-Auftritt, nicht die Musik)“

Was ist dein aktuelles Lieblingslied?

„Ich glaube, ‚Weg hier raus‘ von Apsilon. Den Song hat er neu rausgebracht und ich höre ihn gerade sehr viel und gerne.“

Hast du eine Traum-Venue und ein Traum-Festival, wo du gerne spielen würdest?

„Sehr gerne einmal auf der Fusion, und eine Traum-Venue direkt gibt es nicht. Ich wollte immer schon mal in Köln spielen, deswegen freue ich mich sehr auf später!“

Wie entstehen deine Songs? Chaos oder Struktur?

„Also die Texte definitiv alleine, weil ich das vor mich hin ausprobieren muss, Passagen öfter ausprobiere etc. und dann die andere Person nicht warten lassen möchte. Definitiv ein bisschen im Chaos. Wenn ich Texte schreibe, schreibe ich die immer mit Hand, da sind dann immer ganz viele Pfeile und vieles durchgestrichen. Und wenn ich es dann aufnehmen möchte, muss ich mir das ganze Lied erstmal wieder zusammensuchen.“

Was ist dein liebstes Spaßgetränk?

„Cappuccino oder Matcha Latte“

Was wolltest du als Kind werden?

„Polizei wegen den Lichtern und der Uniform – richtig dumm eigentlich haha“

Worüber freust du dich im Backstage?

„Alkoholfreies Bier, Zettel und Stift, weil ich IMMER meine Setlist vergesse, und Ruhe.“

Was nervt dich am Musikerin-Sein?

„Dass ich mir meine Zeit einteilen muss, nicht einfach zur Arbeit gehen kann und dann wieder nach Hause, sondern ständig im Hinterkopf zu haben, noch etwas machen zu müssen und irgendwie nie fertig zu sein. Das hat natürlich auch seine Vorteile – so kann ich auch einfach mal in die Sauna gehen, wenn andere arbeiten müssen. Aber ich glaube, ich muss da einfach noch etwas in meine eigene Struktur finden.“

Würdest du lieber 20 Minuten nackt in einer mit vielen Shrimps und wenig Wasser gefüllten Badewanne liegen oder ein Jahr auf einem Segelboot verbringen, mit einer super nervigen Person (ihr habt alles, was ihr braucht), aber es ist die ganze Zeit ein bisschen kalt?

„Leben die Shrimps? (Ja.) Boah … ich hasse Meerestiere. Ich glaube, ich habe mehr Bock auf das Segelboot – ahhh, ich kann ja gar nicht segeln. Ich nehme doch die Badewanne!“

Jetzt darfst du dich noch als Tier auf der Bühne zeichnen:

Den Nachbericht zum c/o pop Festival findet ihr HIER

// Interview & Bilder: Annabel Bader //