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Geschmacksfragen: Franzen

Die Geschichte von Sebastian Franzen ist so interessant, dass man einfach den ganzen Presse-Text zu ihm einfügen kann: „Sebastian Franzen wuchs auf Sarakiniko auf, einer 72 Hektar großen Landzunge auf der griechischen Insel Ithaka.  1979 hatte eine Gruppe deutscher Aussteiger dort eine Kommune gegründet, ohne festen Strom- und Wasseranschluss, dafür mit Baumhäusern, Olivenhainen und dem Anspruch, eine andere Gesellschaftsform zu leben.  Er schreibt selbst dazu: „Die Kinder von Sarakiniko kletterten auf jahrhundertealte Bäume, schwammen im Meer, halfen bei der Ernte und wuchsen mit einem Blick auf die Welt auf, der früh die Spannung zwischen Ideal und Wirklichkeit kannte. Schon dort lernte Franzen, dass gelebte Träume und geplatzte Träume oft dasselbe sind.“ Nun lebt er in Köln und begeistert mit seinen musikalischen Werken. Wenn man es zwischen Referenzacts einordnen möchte, dann vermutlich irgendwo zwischen Faber und Reinhard Mey. Schön, oder? Jetzt gibts aber erstmal unsere Geschmacksfragen mit ihm.

Dein (aktueller) Lieblingssong?

Be my baby. Ursprünglich von den Ronettes aber es gibt auch kein einziges schlechtes Cover des Songs. Der Text, insbesondere die Zeile „I ll make you so proud of me“, trifft den perfekten Tonfall für ein Liebeslied. Fordernd, süß, romantisch, bescheiden, optimistisch und die Bereitschaft über sich hinauszuwachsen.

Deine (aktuelle) Lieblingsplatte?

„Songs of Leonard Cohen“ und „Songs of love and hate“ weil ich sie beide kürzlich seit langem mal wieder komplett gehört habe und mich die zeitlose Eleganz neu beeindruckt hat.

Dein Lieblingsort?

Sarakiniko, eine Landzunge der griechischen Insel Ithaka. Dort haben sich 1979 200 deutsche Aussteiger niedergelassen und versucht eine alternative Gesellschaftsform aufzubauen. Ich bin dort aufgewachsen und mindestens einmal jährlich dort. https://sarakiniko-family.de/

Dein Lieblingsdrink?

Filterkaffee. Heutzutage absolut unterschätzt.

Dein Lieblingsessen?

Schnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln. Einem guten Wiener Art würde ich immer den Vorzug vor einem echten Wiener Schnitzel geben. Zugleich intensiver und bodenständiger 😉

Was du gerne mal über dich wo lesen würdet, aber bisher ist es noch nirgendwo gestanden?

Da gibt es nichts bestimmtes, doch ich freue mich jedesmal sehr wenn ich merke jemand hat sich intensiv mit dem was ich tue auseinandergesetzt. Dabei ist es sekundär ob das Urteil dann positiv oder kritisch ausfällt.

Vielen Dank für die Antworten!

// Text: Jens Riedel / Bilder: Franzen (by: Nicole Müller) //