HDIYL_31.05.2017

4 auf einen Streich: Vök, Kasabian, alt-J, Marteria

Unsere Meinung zu neuen Platten, kurz & knackig auf den Punkt gebracht…

Vök – Figure (28.04.2017)
(Nettwerk Records)

Noch so eine Band aus Island. Noch so eine der Bands aus Island, die der Verfasser dieser Zeilen schon live gesehen hat, auf dem Iceland Airwaves 2015 war das. Noch so eine Band, die überzeugt. Wobei “überzeugen” bei diesem Debüt eigentlich zu wenig ist. Vök geben dem TripHop von heute die Seele die er braucht und setzen sich damit erfrischend vom typischen elektronischen Island-Sound ab. Da stören nichtmal Autotune und durchaus kitschige Album-Momente. Ganz im Gegenteil. (dl)

www.vok.is/

Kasabian – For Crying Out Loud (05.05.2017)
(Columbia)

Eine meiner ersten MABADEMO-Bands haben ein neues Album am Start: Kasabian! Schon alleine die Ankündigung hat mich ganz wuschig und neugierig gemacht. Es beginnt ganz klassisch, in typischer Kasabian-Manier: Energiegeladen und frech. Sehr gutes Intro! Das restliche Album hat dann durchaus seine Höhen und Tiefen, für mich überwiegen aber die Höhen. Kommt eben darauf an, was man erwartet. I was looking for action and here we go… (mp)

www.kasabian.co.uk/

alt-J – Relaxer (02.06.2017)
(Infectious)

Da ist es endlich, das neue, dritte, alt-J Album. Drei Jahre mussten wir darauf warten. Und die Erwartungen waren sehr sehr hoch. Aber ihr könnt euch beruhigen: Es ist das Album, das man erwartet hat. Die ersten Single-Auskopplungen „3WW“, „In Cold Blood“ und „Adeline“ haben es ja schon bewiesen. Es ist alles beim alten geblieben. Und das ist gut so! Wunderschöne Arrangements, verspielte Melodien, verträumte Stimmen. Hervorheben möchte ich unbedingt noch den fünften Song „Deadcrush“. Wahnsinnsnummer. Wird es bei mir sicher in den nächsten Monaten öfter zu hören geben… (jr)

www.altjband.com/

Marteria – Roswell (25.05.2017)
(Green Berlin)

Marteria spaltet ja die Gemüter. Für viele eingefleischte Hip-Hopper ist er zu mainstreamig und poppig. Für den Rest der Republik ist er, neben Casper, der erfolgreichter Rapper unseres Landes. Ich unterscheide eigentlich nie zwischen Mainstream und Underground, sondern nach Musik die mir gefällt und Musik die mir nicht gefällt. Und mir gefällt dieses Marteria-Album. Große Neuerungen gibt es nicht. Materia bleibt sich treu. Treibende Beats, sehr clubtauglich, dazu ein paar ernste Themen wie bei „Aliens“ oder „Große Brüder“ aber auch Fun-Songs wie „Das Geld muss weg“ oder „Cadillac“. Zum Album-Release erscheint am 7. Juni auch der erste Spielfilm mit Marteria, der „Anitmaria“ heißt und auf antimarteria.com zu sehen sein wird. Für jeden kostenlos! Dazu erschien vor einigen Wochen mit „Green Juice“ passenderweise auch ein neues Marsimoto-Album. Tipp: Wenn ihr die Möglichkeit habt, zum Beispiel bei R.I.P., schaut euch eine seiner Live-Shows an! (jr)

www.marteria.com/

// Text: David Lodhi, Matilda Pfeil, Jens Riedel / Cover: Pressefreigaben //