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Konzertbericht: Wohnzimmerkonzert Fenner

Am 12.12. feierte das Café Kirsch sein halbjähriges Bestehen und hatte sich hierfür etwas ganz besonderes ausgedacht.

Freunde und Bekannte wurden zu einem Wohnzimmerkonzert mit Fenner eingeladen. Fenner ist ein Mainzer Musiker, den Caféinhaberin Kathrin vor ein paar Jahren bei einem Seminar kennenlernte und seitdem den Kontakt hielt.

Beide eint, dass sie einen Traum hatten und alles dafür taten um sich diesen zu verwirklichen. Fenner wollte schon immer ein Album aufnehmen und Kathrin träumte immer von einem eigenen Café.

Und jetzt, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Wohlleben, steht da Fenner und spielt Songs aus seinem ersten Album in Kathrins Café. Eigentlich fangen so Geschichten von Claas Relotius an, aber da wir nicht der Spiegel sind, stimmen sie in diesem Fall.

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Seit mittlerweile einem halben Jahr lebt Kathrin ihren Traum. Sie hat eines der beliebtesten Nürnberger Cafés nach seiner Schließung übernommen, den Innenraum nur minimal verändert und somit auch den Wohnzimmercharme des Wohllebens erhalten und verwöhnt hier die Kunden mit traumhaften Kuchenkreationen und weiteren Leckereien. Das Ganze aber gepaart mit einem für Nürnberg nahezu einzigartigen Konzept. Das Café Kirsch ist ein Integrationscafé, hier arbeiten Menschen ohne Behinderung und Menschen mit Behinderung Hand in Hand und erschaffen somit eine ganz eigene Atmosphäre. Entschleunigung aus dem Trubel des Alltags wird hier nicht nur groß geschrieben, sondern auch tatsächlich gelebt.

Deshalb war es auch sehr schön, dass Moritz aus dem Café Kirsch Team das Wohnzimmerkonzert eröffnete. Moritz macht eigentlich Rap, begleitete sich aber an diesem Abend selbst auf der Gitarre und schuf so mit seinen witzigen und echt verdammt guten Reimen einen wunderbaren Einstieg.

Danach kam der oben erwähnte Fenner, von dem ich bis dahin, ganz ehrlich, noch nichts gehört hatte. Ein Singer-Songwriter, der, anders als auf seinem Album, hier nur akustisch spielte. Dies verlieh seinen Songs nochmal eine besondere Note und passte auch wunderbar in die heimelige Atmosphäre des Café Kirsch. Bei Bier, Kaffee und Häppchen lauschten alle andächtig den Stücken und bedachten ihn reichlich mit wohlverdientem Applaus. Seine Songs handeln von alltäglichen Dingen, von vergangener Liebe, vom Leben an sich und von seinem Weg zur Erfüllung seines großen Traums, Musiker zu werden. Ein besonderes Highlight war ein Liebeslied, welches er mit 12 geschrieben hatte und als Zugabe spielte. Die teilweise etwas holprigen Reime schufen so einen sehr spaßigen Abschluss eines wirklich tollen Abends.

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Ich kann Euch zwei Dinge nur ans Herz legen: geht ins Café Kirsch, probiert die Kuchen und Torten und lasst Euch entschleunigen und hört mal bei Fenner rein. Lohnt sich!

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facebook.com/cafekirsch/
www.cafe-kirsch.de/

/ Text & Bilder: Simon Strauß /