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MABADEMO (Februar’15)

Was haben der Film „Leon – der Profi“, die aktuelle MABADEMO Alt-J und ich gemeinsam? Richtig, den Namen Matilda! Denn ich wurde nach der jungen Natalie Portman aka Matilda in „Leon – der Profi“ benannt und Alt-J singen meinen Namen so wundervoll in ihrem Lied „Matilda“ und passenderweise geht es in dem Lied um den Film. Alles hängt miteinander zusammen.

Matilda: „Du liebst deine Pflanze, hab‘ ich recht?“
Leon: „Sie ist mein bester Freund. Sie ist immer fröhlich. Keine Fragen. Und sie ist wie ich: keine Wurzeln.“

Alt-J sind die Underdogs im Musikgeschäft, wie ich sie gerne nenne. Bekannt und doch wieder unbekannt. Auf der einen Seite von der Masse gefeiert und trotzdem gehen sie wieder in der Masse unter. Heutzutage sind Bands in den sozialen Netzwerken, sei es Facebook, Twitter oder Instagram, omnipräsent. Überall wird man von Bildern und Infos bombardiert und man kann ihnen gar nicht entfliehen. Ich finde es ganz angenehm, dass Alt-J ganz anders damit umgehen. Hier und da gibt es mal ein Bild oder die Info, auf welchen Festivals sie spielen werden und Tourdaten. Aber Alt-J gehen fast unter auf meiner Facebook Startseite und machen sich rar.
Clever eigentlich, denn so steigen Sehnsucht und Neugier nach ihnen umso mehr. Man will wissen, wer die drei sind.

Dabei sind es ganz normale Jungs von nebenan aus Leeds. Gus, Joe und Thom werden gerne auch die „Nerds aus dem Musikgeschäft“ genannt. Sie fallen gar nicht auf, ich kann nicht sagen, ob ich sie erkennen würde, wenn sie mir auf der Straße entgegen kommen würden. Und überhaupt hat man denn ein Bild vor Augen, wenn man den Namen Alt-J fallen lässt? Es ist die Band, die mit ihrem Debütalbum „An Awesome Wave“ Kritiker beeindruckte, Preise gewann (Mercury Prize 2012) und bislang eine Million Exemplare verkaufte.

Letztes Jahr im September erschien ihr zweites Album „This Is All Yours“ und am besten hört man das Album einmal komplett durch, ohne Unterbrechung. Man merkt schnell, dass „Left Hand Free“ aus dem Konzept herausfällt. Wie sich herausstellt, wurde der Titel innerhalb von 20 Minuten geschrieben, um ihr US-Management zu überzeugen. Es fehlte anscheinend ein Titel, der in Amerika im Radio gespielt werden konnte.

Die Stimme von Joe Newman ist einfach außergewöhnlich! Diesen Gegensatz von weich und hart, der in der Musik zu finden ist, finde ich einfach genial. Auf der einen Seite beginnen Lieder „weich“ und die Stimme passt und dann wird es „hart“ und Joes Stimme passt sich an. Ihre Musik klingt manchmal so märchenhaft und lässt einen seine Umgebung vergessen. Man begibt sich in die musikalische Welt von Alt-J und kann sich selbst einmal und alles drum herum vergessen.

Irgendwann, da möchte ich Joe, Thom und Gus sehr gerne treffen, schon alleine wegen des Gesichtsausdrucks, wenn ich erzähle, das ich Matilda heiße und der oben beschriebenen Gemeinsamkeit. Bis dahin höre ich mir noch ein bisschen „Matilda“ an …

This is from Matilda


www.altjband.com
www.facebook.com/altJ.band

/Text: Matilda Pfeil / Bild: Gabriel Green/