4 auf einen streich

4 auf einen Streich: Hannah Epperson, Left Hand Island, Sampa The Great und IAMDDB

Long time no 4 auf einen Streich. Tja es wurde mal wieder an der Zeit, euch handverlesene Veröffentlichungen zu präsentieren. Manche brandneu und andere weniger.

Left Hand Island – Pluto

Brandneu wäre die Pluto EP von Left Hand Island. Der Name neu, doch die Gesichter sind alt. Der eine spielt bei COMA und der andere bei GOLF und so haben sie beschlossen, zusammen zu musizieren. Raus kam Autotune Gesang, der auf tanzbare, synthesizerlastige und groovige Sounds trifft. Klingt nicht nur geschrieben, sondern auch angehört top. Drei Songs, die eine Partynacht gut zusammenfassen und förmlich das Tanzbein ansprechen, so dass man es einfach bewegen muss.

Hannah Epperson – Slowdown

Etwas anders und aus der Reihe tanzend ist das neue Album von Hannah Epperson, die jüngst mit RY X tourte.

Es ist anders, weil man seit langem mal wieder eine Geige hört und es nur fünf neue Tracks sind. Diese fünf Tracks sind aber jeweils unterschiedlich aufgenommen und produziert. Da gibt es die reduzierten instrumentierten (Iris) und die poppigeren (Amelie). Die Namen stehen für zwei fiktive Charaktere. Ein Konzept, dass ich so auf einem Album noch nicht gesehen habe und sehr spannend finde. Es ist kein Album, dass man mit dem ersten Lied beginnen muss, denn eigentlich kann man es wild durcheinander hören und jeden Song auf seine Weise kennenlernen. Auffallend ist ihre glasklare Stimme, die teilweise zum restlichen Songgewand passt, dann wiederrum fast untergeht, aber nur, weil alles darum lauter scheint. An manchen Stellen ist mir das Album zu frickelig und es ist kein Album, dass ich mir einfach so anhören würde. Dafür müsste ich in der Stimmung sein, denn man muss sich auf „Slowdown“ einlassen. Bereit sein, die Songs auf ihre Art und Weise zu entdecken. Wenn man das ist, wird man belohnt und entdeckt eine Klangwelt, die man lange nicht mehr gehört hat. So ging es mir jedenfalls.

Sampa The Great – Blue Boss

Den Song hab ich dank des „Mix der Woche“ bei Spotify entdeckt, aber es war nicht mein Mix der Woche, sondern der eines Freundes. Und er meinte noch, dass er in letzter Zeit nicht immer so überzeugt davon war und dann kam gleich „Blue Boss“ als erster Song. Bäm – was für ein Track. Der war in dem Moment, und ist es immer noch, so gut, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wie der nächste Song klang. Das spricht für sich. Seitdem läuft der bei mir in Dauerrotation. Auch der Track könnte in meiner Brunchplaylist landen – einfach weil er so cool und lässig ist.

IAMDDB – Pause

Den Track habe ich durch Zufall auf Soundcloud entdeckt und ist neben „Blue Boss“ eines der meistgehörten Songs der letzten Wochen. Warum? Weil er so simpel und cool ist, dass man ihn rauf und runter hören kann. Schon alleine, wie abwechslungsreich IAMDDB in den zwei Minuten rappt / singt, lässt das Lied nicht langweilig werden.

/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Pressefreigaben /