FEATURE-RUFUS

MABADEMO (AUGUST‘15)

Puha, schon seit über einem Jahr klingeln bei mir die Alarmglocken Anfang des Monats. Schon seit über einem Jahr nämlich verfasse ich fast immer die gleiche Einleitung für eine MABADEMO: Es ist so schwer eine zu finden, das ganze gute Pulver gleich am Anfang verschossen. Ist ja gut – ich kann es selber nicht mehr hören, sagen oder schreiben. Ihr wahrscheinlich auch nicht mehr.

Gefühlt hatte ich schon alle Szenarien, die ich mit einer Band durchlebt hatte. Von „anfangs blöd – jetzt seid ihr klasse“ bis „anfangs liebte ich euch, doch jetzt habe ich euch vergessen, aber ihr bleibt immer in meinem Bandherzen, weil ich bestimmte Momente mit euch verbinde“. Gibt es überhaupt noch Szenarien, die es zu erleben gibt oder wiederholt sich jetzt alles?

Weiter geht’s im Programm! Von RÜFÜS habe ich, bis vor einem Jahr, noch gar nichts gehört. Bei dem Namen könnte man glatt meinen, das Trio kommt aus dem schönen Frankreich und ich muss ihren Namen immer mit einem französischen Akzent aussprechen. Mais non, das Trio kommt aus dem schönen, warmen und weit entfernten Australien.
Dort, in Down Under, haben sie es geschafft. Ausverkaufte Konzerte und Top Chartplatzierungen. Der Sprung nach Europa und Amerika ist ihnen auch gelungen. Genau wie es schon viele Trios vor ihnen gemacht haben, sind auch RÜFÜS diejenigen, die gerne alles in Eigenregie machen. So wie auch ihr Debütalbum „Atlas“. Aufgenommen in zwei selbstgebauten und improvisierten Studios – eine abgelegene Farm und ein leerer Wassertank unter dem Elternhaus. Kreativ sind sie auf alle Fälle.

Weil es für mich im Februar schon nach Ägypten ging, verbringe ich diesen Sommer im heimischen Garten. Gut, bei fast 40 Grad natürlich nicht. Da bleibt mir ja fast nix anderes übrig, als mich an andere Orte zu träumen. Wie nach Down Under und dank RÜFÜS ist das möglich. Schon gleich der erste Titel „Sundream“ zaubert mir Bilder von Stränden, egal ob Sonnenauf- oder Untergang, in meinen Kopf. Oder ein Roadtrip durch das Outback, Fenster auf und Kopf raus. Eigentlich sind es Bilder fast wie in einem David Guetta, Calvin Harris oder Robin Schulz Musikvideo, nur in besser. Klar, die hübschen Mädels dürfen auch nicht bei RÜFÜS fehlen, doch sie sind nicht so stark im Vordergrund, sondern verschwimmen in den kaleidoskopischen Bildern.

Die drei feschen Surferboys sind mit ihrem neuen Titel „You Were Right“ auch wieder auf meinem Radar gelandet. Sie gibt es noch und arbeiten an neuen Songs.

Ihr letztes Jahr erschienenes Debütalbum „Atlas“ ist mein Sommersoundtrack, war es letztes Jahr und wird es dieses Jahr auch sein! Ich tanze dann mal mit RÜFÜS in den Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang.

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// Text: Matilda Pfeil //