Kraftklub---In-schwarz---2014

MABADEMO (Oktober’14)

Puh, diesen Monat hatte ich die Qual der Wahl! Welche Band sollte es werden? Am Ende wurde es eine Band, die mir total sympathisch ist und zur Zeit wieder in aller Munde ist: Kraftklub! Warum, wieso, weshalb? Dahinter steckt ein kleiner Roman, den ich euch zusammengefasst (ich versuche es zumindest, zusammenfassen ist nicht immer meine Stärke) erzähle!

Nun, wo fange ich da am besten an, ohne auszuschweifen? Für diejenigen unter euch, die noch nie etwas über Kraftklub gehört haben, stelle ich sie kurz vor.

Kraftklub – das sind Felix, Karl, Til, Steffen und Max aus Chemnitz. Gegründet hat sich die Band 2009 auf dem Splash-Festival. Im gleichen Jahr erscheint ihre erste EP „Adonis Maximus“. Sie gewinnen den New Music Award und unterschreiben einen Plattenvertrag bei Universal. Danach folgt die Teilnahme am Bundesvision Song Contest. Im Januar 2011 erscheint dann endlich ihr Debütalbum „Mit K“ und es geht auf Tour. Einmal quer durch Deutschland, die ganzen Festivals nehmen sie auch noch mit und eine „Kon K“ Tour gibt es durch Südamerika. Zwischendrin gewinnen sie den Kritiker-Echo, die 1 Live Krone und ihr Album ging auf Platz 1 der Charts und bleibt dort für 48 Wochen. Im Großen und Ganzen sind das die wichtigsten Infos, die man über Kraftklub wissen sollte.

Ich habe die Jungs beim Bundesvision Song Contest für mich entdeckt. Von Anfang an fand ich sie sympathisch! Anstatt Klamotten trugen sie nur Farbe auf ihren Körpern und sangen „Ich will nicht nach Berlin“. Ihre Texte sind mit das Beste bei Kraftklub, aber dazu später mehr …

Als das Debütalbum veröffentlicht wurde, wurde es noch am selben Tag gekauft und seitdem lief es in Dauerrotation bei mir. Rauf und runter den lieben langen Tag, meine Kraftklub-Manie fing an. Ich wollte und musste auf ein Konzert. Viele Interviews und Videos hatte ich zu dem Zeitpunkt schon gesehen und festgestellt, dass die Jungs live einfach der Hammer sind. Leider war ich in meinem Freundeskreis die einzige, die Kraftklub super fand. Alle anderen waren nicht so begeistert wie ich es war und wollten mich nicht auf ein Konzert begleiten und alleine wollte ich auch nicht gehen. Außerdem waren die Jungs nicht in der Nähe, sondern spielten wenn dann nur in München, was ja auch nicht gleich um die Ecke ist.

Die Zeit verging und Kraftklub blieb. Meine Gebete (falls ich unbewusst welche gemacht habe) wurden erhört! Kraftklub gingen im Oktober 2012 auf Tour und machten einen Stopp in Nürnberg! Ich war aus dem Häuschen, ist ja verständlich. Also schnappte ich mir eine Freundin, diesmal akzeptierte ich keine Widerrede und die Karten wurden gekauft! Zu dem Zeitpunkt schrieb ich mit besagter Freundin für unseren damaligen Blog fresh4funky. Wir hatten schon viele Bands interviewt, aber so richtig bekannte Bands waren bis dato noch nicht dabei gewesen. Ein Interview mit Kraftklub für unseren Blog wäre spitze! Also wurde nett angefragt und es kam die Absage. Ein wenig niedergeschmettert war ich ja schon. Das sollte wohl nicht sein, ein Treffen mit Kraftklub. Das ließ ich aber nicht auf mir sitzen. Weil ich wusste, dass die Band nach ihren Konzerten immer noch am Merchandise Stand steht und mit ihren Fans quatscht, war das meine Chance!

Das Konzert war der Wahnsinn! Einmal weil ich endlich Kraftklub live sah und die Stimmung war grandios. Das hatte ich bis jetzt noch nie auf einem Konzert erlebt! Jeder kannte die Songtexte, jeder tanzte mit und anschließend war jeder fix und fertig. Danach startete die Mission „Kraftklub Interview“! Klingt spannender als es eigentlich war.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis Kraftklub sich blicken ließen und dann waren sie erst mal umzingelt, weil alle bei ihnen standen. Als erstes kam Max, der Schlagzeuger, und als alle ein Autogramm hatten, fragte ich mal nach, ob man sie interviewen könnte. Es gab kein nein, aber auch kein ja. Wir sollten auf Felix warten, der gerade noch duscht. Also war Warten wieder angesagt. Dann kam Felix endlich und er war wieder von Fans umzingelt, die ein Autogramm und ein Foto wollten. Ich sollte noch dazu erwähnen, dass ich doch aufgeregter war, als ich dachte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon ein paar Bands interviewt und normalerweise war ich gar nicht mehr nervös, wenn ich eine Band traf. Das war ganz normal, aber bei Kraftklub kam die Nervosität wieder. Schließlich kennt sie jeder! Wenn es klappen sollte, dann wollte ich mich nicht später an den Moment erinnern, wie ich aufgeregt das Interview führe und den Mund nicht aufbekomme.

Zurück zum Geschehen. Nun ich habe mich zwischen die Fans gestellt und gefragt, ob ein Interview klappt und mit der Antwort war ich mehr als zufrieden: JA! Wir sollten nur warten bis die Fans ihre Fotos und Autogramme haben und dann sind wir an der Reihe. Ein letztes Mal über die Fragen schauen und die Nervosität runterschlucken und los geht’s!

Das Interview mit Felix war eines der besten, was ich geführt habe, und das lag nicht daran, dass es Felix von Kraftklub war. Sondern seine Art und wie er geantwortet hat ist das, was das Interview ausmacht. Die Fragen waren nicht der Knüller, aber er hat sie beantwortet, als würde er sie zum ersten Mal hören und hat sich mit der Antwort Zeit gelassen und nicht in einem Satz alles untergebracht, sondern auch mal etwas ausgeholt.

Danach gab es noch ein Foto und ein Autogramm und an dieser Stelle muss ich mal zum typischen Fan Mädel werden! Als er gefragt hat, wie ich heiße und ich mit „Matilda“ geantwortet habe und noch erwähnt habe, dass ich ohne h geschrieben werde, meinte er, dass er seine Tochter auch mal Matilda nennen wollte und das fand ich sehr sympathisch! Das werde ich nie vergessen!

Jetzt ging es darum, warum ich Kraftklub mag und ihre Musik blieb ein wenig auf der Strecke. Das hole ich jetzt nach! Ich werde nicht aufzählen, welche Lieder mir am besten gefallen, weil ich dann fast alle nennen müsste. Am 12.09. erschien auch nun ihr zweites Album „In Schwarz“ und ist auf Platz 1 der Charts zu finden! Wie auch damals zum ersten Charterfolg gab es wieder ein „Danke-Video“.

 

Auch wenn das neue Album ähnlich klingt wie das erste, so sind es die Texte, die den Unterschied machen. Genau das mag ich an Kraftklub besonders! Sie sind immer direkt und ironisch und man muss immer ein wenig schmunzeln, wenn man die Lieder hört.

Ihre Art, wie sie sich in Interviews geben und wie sie auf der Bühne sind, finde ich genial! Sie wirken cool und lässig, als wäre ihnen der ganze Rummel um sie egal. Sie machen einfach worauf sie Lust haben. Wenn es eine kleine Tour zum Album ist wie die „Konvoi In Schwarz Tour“, dann machen sie es.

Nächstes Jahr geht es auf die große „In Schwarz“ Tour und leider machen sie keinen Stopp in Nürnberg, dann muss ich wohl nach München oder Würzburg fahren, aber diesmal werde ich nicht alleine sein, weil meine Freunde Kraftklub jetzt auch cool finden . Gott sei Dank haben die das jetzt auch erkannt! Und wer weiß, vielleicht treffe ich diesmal die ganze Band zum Interview …
/Matilda Pfeil/

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