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Nachbericht: Korn’s live Opening

Wenn du sie rufst, werden sie kommen!

Nürnbergs Innenstadt hat eine neue Konzertlocation. Diese rief zur großen Einweihung und alle kamen.

Das Korn’s, eigentlich ein recht schickes Restaurant mit Bar, zwischen germanischem Nationalmuseum und Gewerkschaftshaus auf dem Kornmarkt gelegen, wird jetzt auch zum Liveclub.

Dass das wunderbar funktioniert, bewiesen sie schon mehrfach beim Nürnberg.Pop Festival. Dort traten unter anderem Drangsal und Enno Bunger im Saal des Korn’s auf.

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Jetzt gibt es hier nicht nur beim Nürnberg.Pop Livemusik, sondern in schöner Regelmäßigkeit auch abseits des Festivalbetriebs.

Unterstützt werden sie hier vom Concertbüro Franken und dem Club Stereo und somit keinen Unbekannten in der Nürnberger Konzertszene. Entsprechend exquisit war auch das Lineup bei der großen Eröffnung.

Es gab die Hauptbühne im Saal, welche von den Münchner Newcomern Umme Block, den Bayfolkern von Impala Ray und den Indiehelden der Kytes bespielt wurde. Außerdem gab es noch eine kleine Nebenbühne, bei der die POP Rot Weiß Bands Ki’Luanda, Goodbye Loona und Me & Reas für Pausenmusik bzw. den fulminanten Abschluss sorgten.

nebenstage

Eröffnet wurde der Abend von Umme Block, die eindrucksvoll bewiesen, warum sie wohl das nächste große Ding aus Bayern werden. Nicht nur überzeugten sie mit energetischem Indie mit Elektroeinflüssen, sondern man sah den beiden auch an, dass sie mit jeder Faser ihres Körpers die Musik fühlen, die sie machen. Außerdem zeigten sie bei der Aftershow ungewöhnliche Talente an der Nasenflöte, aber das ist eine andere Geschichte…

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Raus aus dem Saal, rüber zur kleinen Nebenbühne wo Ki’Luanda mit minimaler Instrumentalisierung aber einer unglaublichen Stimme die Gäste verzauberte. Ziemlich stark.

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Apropos Gäste, das Publikum war so bunt gemischt, wie selten. Es traf das Korn’s Stammpublikum in High Heels oder Hemd auf das Stereo Stammpublikum im legeren Gammelpulli und verranzten Chucks. Hat aber keinen gestört, war nur stellenweise ein illustrer Anblick.

Impala Ray brachten im Anschluss mit ihrer gewohnt sympathischen und lockeren Art die ersten Mitmacheinheiten in den Saal und heizten die Stimmung weiter auf. Es wurde gesungen, geklatscht und gefeiert, bevor es auf der Nebenbühne mit Goodbye Loona weiterging. Auch hier war musikalisch echt was geboten. Großes Lob an POP Rot Weiß für die Auswahl der Bands, da passte echt sehr viel!

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Da sich bei ner Kippe nach Impala Ray schon die ersten in den Saal verabschiedeten um bei den Kytes ganz vorne zu sein, beeilte ich mich auch nach Goodbye Loona schnell in den Saal zu kommen. Keine Sekunde zu früh, denn die Kytes legten direkt mit Vollgas los und nahmen das komplette Konzert nicht auch nur einen Zeh vom Gaspedal. Das war volle Kanne Indiepower auf die Zwölf. Die Jungs gaben alles und das Publikum sog es begierig auf und feierte sie zurecht.

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Den Abschluss boten dann die local heroes von Me & Reas die wie immer zum Mitsingen und tanzen einluden, bevor uns das Korn’s in die Nacht entließ.

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Musikalisch war das ein rundum gelungener Abend. Organisatorisch gibt es vielleicht noch das ein oder andere Stellschräubchen, an dem man drehen könnte. Eine etwas bessere Garderobenorganisation, mehr Bier für weniger Geld (4 € für 0,33l bewegt sich dann doch mehr auf Wiesn- als auf Indieclub-Niveau). Aber das kann man ja noch anpassen.

Wenn man sieht, wer in den nächsten Monaten so ins Korn’s kommt (Alli Neumann, The Intersphere, uvm.), dann ist der Erfolg eigentlich vorprogrammiert.

Ihr werdet bei uns also bestimmt noch den ein oder anderen Nachbericht über Abende am Kornmarkt lesen können.

/ Text & Bilder: Simon Strauß /