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Nachbericht: Samaris

Glücklich konnte sich nennen, wer in den Genuss kam, Samaris im Stereo Nürnberg zu sehen, denn abseits von diesem Konzert, hätte sich nur noch eine einzige Gelegenheit in Hamburg aufgetan.

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In Anbetracht der musikalischen Bandbreite und Gesangsfähigkeiten, hätte man der Band einen ausverkauften Veranstaltungsort mehr als gewünscht. Die halbfamiliäre und dennoch nicht zu wenig besuchte Belegschaft freute sich sichtlich auf den Abend und lauschte zunächst dem Vorband-Dj Muted. Musikalisch handelte es sich hierbei vorrangig um schlichtere Afterhour-Beats, die gekonnt einen Smoothheitshimmel kreierten. Das Pferd wurde sozusagen von hinten aufgezäumt und ehe Muted die Bühne verließ, erschien Jófríður Ákadóttir von Samaris für den letzten Song, den sie gesangstechnisch unterstützte.

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Kurze Zeit danach betraten Samaris komplett die Bühne und verkleidete den Sound mit einem deutlich tanzbareren Klangbild, welches progressiv erstrahlte. Initiator für die näher beieinander liegenden Taktfrequenzen – inklusive einer subtilen Erhöhung des Basses – ist vermutlich Þórður Kári Steinþórsson, dem die elektronische Gestaltung der Songs unterlag und der von Áslaug Rún Magnúsdóttir an der Klarinette begleitet wurde.

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Ob ein isländisch oder ein englisch geschriebener Song gesungen wurde, war meist nicht sofort klar. Die isländische Sprache besitzt gewisse Verzauberungsinstanzen, welche anderweitige Sprachgefühle torpedieren. Und so verglühte der Auftritt nach einer Stunde wie Nordlichter in Island. Selbst wenn Samaris nicht mit klischeehaften Assoziationen bezüglich ihres Heimatlandes konfrontiert werden möchten, kann man die Analogie mit den Nordlichtern nicht vollends fallen lassen. Beides wirkt meist magisch.

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www.samaris.is

www.facebook.com/samarisss

/ Text & Bilder Leo Zimmermann /