Nachbericht: We Are Scientists

Ein ganz normaler Mittwoch in Deutschland,

zwei Männer unterhalten sich und ein dritter Mann spielt Schlagzeug.
Die New Yorker Indie-Rocker von We Are Scientists waren im Club Stereo zu Gast und haben mal so richtig abgeliefert. Auf ihrer aktuellen Tour wurden bewusst kleinere Clubs gewählt und das Konzept geht scheinbar auf.

Seit Monaten war der Club Stereo restlos ausverkauft und ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner der Anwesenden Ticketkauf und Kommen bereut hat. Die Jungs lieferten nicht nur eine absolut astreine Rockshow ab, sondern bewiesen auch ihr Talent als Comedians. Zwischen den Songs wurde sich im Stile von Waldorf und Statler aus der Muppet-Show gegenseitig geneckt und gestichelt oder mal ein kleiner Schwank von feuchten Kellern angefangen zu erzählen. Leider blieb das Ende dieser Geschichte offen. Vielleicht erzählen sie beim nächsten Mal das Ende…

Es war kein konventionelles Konzert. Einerseits, weil Bands wie We Are Scientists normalerweise in größeren Venues spielen, andererseits auch, weil die Jungs auf der Bühne auch kleinere Missgeschicke humorvoll in ihre Performance einbauten. Da wurden schon mal bewusst Rückkopplungen erzeugt, um den Anderen zu ärgern, oder die Pinkelpause des Drummers genutzt, um vor der Zugabe nicht von der Bühne gehen zu müssen.

Die drei hatten auf jeden Fall sichtlich Spaß und auch das Publikum trug dazu bei, dass die Temperaturen im Club Stereo das Gefühl eines heißen und schwülen Sommertags vermittelten. Es war einfach eine unglaublich geile Indieparty und die lies das Regenwetter auch sehr schnell vergessen.

Liebes Club Stereo Team, gerne mehr von solchen Abenden.

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/ Text und Bilder: Simon Strauß /