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Plattenkritik: Boat Shed Pioneers – Home From Home

Wer in Nürnberg mit offenen Augen und Ohren in der Konzertlandschaft unterwegs ist, der wird den Namen Boat Shed Pioneers schon mal gehört haben. Auf HDIYL lassen sich mehr als ein Artikel von den Fünfen finden. Könnt ihr gerne mal nachlesen, denn Fans sind wir schon lange.

Lange ist im Zusammenhang mit ihrem Album das falsche Wort. Das ging dann auf einmal nämlich richtig schnell. Ohne große Ankündigung, außer einem Post auf Facebook, ok ich bin ehrlich, mehr hab ich nicht mitbekommen, ist ihr Debütalbum fertig und bereit, veröffentlicht zu werden. Find ich schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass diese zehn Titel komplett in Eigenregie aufgenommen wurden und ohne Label veröffentlicht werden. Alles wird eben liebevoll selbst gemacht, wie der Merch übrigens.

Schon ganze drei Mal habe ich Boat Shed Pioneers live gesehen und jedes Mal war ich verzückt. Und das, obwohl ich mit den Genres Folk und Country auf Kriegsfuß stehe. Tja, irgendwie haben sie es geschafft, dass ich bei ihren Konzerten im Raum geblieben bin und jetzt mit dem Album, dass ich nicht sofort auf Stopp drücke. Da ziehe ich meinen imaginären Hut vor ihnen!

Für wen die Band komplett neu sein sollte, könnte man meinen, dass Anna die Frontfrau ist und die Herren im Hintergrund agieren. Könnte man eben meinen, ist aber nicht so. Im Gegenteil. Sven ist der Sänger, steht mittig auf der Bühne und Anna neben ihm. Sie geht fast etwas unter, doch, wenn sie zu singen beginnt, ist man ein kleines bisschen baff. Was für eine schöne Stimme! Das kommt auf dem Album fast etwas besser rüber als live, weil man die Band nicht vor sich sieht und nicht damit rechnet bzw. weiß, wann Anna singen wird. Besonders bei „Cod Street“ kann ich mich jedes Mal wieder aufs Neue ins Lied verlieben. Eindeutig auch mein Favorit auf dem Album!

Vielleicht sollte ich das mit dem Kriegsfuß noch mal überdenken. Ich taste mich mit dem Boat Shed Pioneers langsam ran und kann es nur jedem ans Herz legen, der sowieso schon von Folk und Country begeistert ist.

Holt euch das Album lieber im bandeigenen Webshop, als es euch vom Kumpel zu brennen. Sonst drohen euch Prügel vom Schlagzeuger und das wollen wir ja nicht…

www.boatshedpioneers.de
www.facebook.com/boatshedpioneers

/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Pressefreigabe /