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Plattenkritik: Sizarr – Nurture

Sizarr fand ich ja schon immer interessant. Aufmerksam wurde ich auf die drei, als Casper auf Twitter meinte, dass man sich die mal anhören soll und er Fan ist. Na und wenn Casper Fan ist, dann mache ich das auch! Nee im Ernst, als dann Spiegel Online Sizarr auch für gut befanden, habe ich auch mal reingehört.

Sizarr waren für mich schon immer eine der Bands, deren Musik man schwer beschreiben kann. Entweder man mag sie oder nicht. Ich musste mich erst reinhören und war anfangs auch nicht gleich von jedem Lied begeistert, doch mit der Zeit wurden sie gern gehörte Lieblinge. Umso mehr freute es mich, dass nun seit mehr als drei Jahren Album Nummer zwei erschien.

Für das zweite Album haben sich die drei wieder hingesetzt und mit ihrem bekannten Umfeld gearbeitet. Warum etwas ändern, wenn es beim ersten Mal auch schon so gut geklappt hat?
Sizarr schaffen es immer mit ihrer Musik mich mitzunehmen und mich ganz auf ihre Lieder zu konzentrieren. Ich kann zum Beispiel ihre Lieder gar nicht im Hintergrund hören, weil ich dann das Gefühl habe, etwas zu verpassen oder es nicht vollkommen gehört zu haben. Genau wie bei „Psycho Boy Happy“ zieht mich auch „Nurture“ in seinen Bann. Mit Sizarr hört das Multitasking bei mir auf. Die Zeit, die man ihnen schenkt, lohnt sich, so tauchen zwischen den englischen Wörtern auch mal deutsche auf. Eigenartig, weil man meinen könnte, man hätte sich verhört. Die Stimme von Fabian finde ich faszinierend. Sie ist mit keiner vergleichbar und mit das Markenzeichen von der Band. Ich habe es oben schon erwähnt, ihre Musik ist schwer zu beschreiben. Sie haben einen ganz eigenen Stil. Manchmal ruhig und melancholisch und dann wieder schneller und raffiniert.

Natürlich muss das Album auch live erprobt werden und passenderweise kommen sie auch nach Nürnberg! Freut mich sehr, denn letztes Jahr konnte ich sie schon beim St. Katharina Open Air sehen, doch das war ja eine sehr nasse Angelegenheit. Deshalb freue ich mich, wenn es trocken und ihre Musik mal im club stereo zu hören ist.

Also merkt euch den 12.04. vor, und statt Tatort schaut ihr euch mal Sizarr an!

www.sizarr.com
www.facebook.com/SizarrOfficial

/Text: Matilda Pfeil/ Bild: Klein & West/