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Konzertbericht: Feine Sahne Fischfilet

Wasted in Nürnberg

Wenn Audiolith Records zum Fest lädt, dann bleibt dem geneigten Fan nichts anderes übrig als da hinzugehen.
Einerseits, weil Audiolith dafür bekannt ist, verdammt geile Bands im Aufgebot zu haben, andererseits, weil als Hauptact mit Feine Sahne Fischfilet DIE deutschsprachige Punkband der letzten Jahre angekündigt war.

Da sie nicht nur beim Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern bekannt wie ein bunter Hund, sondern auch Dauergast in meiner täglichen Playlist sind, folgte ich natürlich umgehend der Einladung in den Nürnberger Löwensaal.

Vor der Tür schon das erste Zeichen für ein Konzert der anderen Art: Auf einem Schild wurde vor der Verwendung von Pyrotechnik gewarnt.
Wer wissen möchte, wie es bei Feine Sahne Fischfilet Konzerten ohne diese Warnung aussieht, dem sei das folgende Video ans Herz gelegt.

https://www.youtube.com/watch?v=78qHTZl-lC4

Kaum hatte ich mir einen Platz in der Menge gesucht, ging es auch schon los. Findus eröffneten den Abend mit ihrem rockigen Post-Punk, schafften es aber leider nicht, die Menge für sich zu gewinnen. Dies lag jedoch keinesfalls an der Musik, sondern eher daran, dass ein Teil des Publikums noch versuchte seine Jacken abzugeben, oder sich mit Bier und Pfeffi einzudecken. Ein Einzelkonzert der Jungs ist durchaus zu empfehlen.
findus
Findus verließen dann die Bühne, um Platz für das erste Highlight zu machen.
Neonschwarz rockten mit ihrem Zeckenrap mal sowas von das Haus. Das hätte schon ‚nen verdammt guten Mainact abgegeben. Die Crew um Johnny Mauser und Captain Gips ging richtig steil und versetzte die Gäste schon zur Halbzeit in Ekstase. (Neonschwarz haben übrigens auch schon Matildas berühmte 5 Fragen beantwortet.)
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Doch gegenüber dem was noch folgen sollte, war der Auftritt von Neonschwarz nur ein mittelschwerer Kindergeburtstag.

Als nach einer kurzen Umbaupause Feine Sahne Fischfilet die Bühne betraten, brachen alle Dämme. Der Löwensaal verwandelte sich in einen tobenden Moshpit, und ob man wollte oder nicht, irgendwann war man selbst auch mittendrin. Die Band selbst war auch irgendwie mittendrin statt nur dabei. Das war kein Konzert bei dem vorgespielt wurde, hier wurde mitgespielt!
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Das Konzert bot alles was man sich wünschte: Konfettikanonen, ausgelassenes Mitgrölen, wilden Pogo, Crowdsurfing, sogar einen Sprung von der Scheinwerferaufhängung durch Trompeter Köbi.

Was für ein grandioser Abend mit grandiosen Bands und grandioser Stimmung.

Fazit: jederzeit wieder!

audiolith.net
findusmusik.de
neonschwarz.de
feinesahnefischfilet.de

/ Text und Bilder: Simon Strauß /