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Plattenkritik: Thees Uhlmann – Junkies und Scientologen

Straight outta Hemmoor!

Olli Schulz hat das neue Thees Uhlmann Album bereits in seinem Podcast in den höchsten Tönen gelobt und auch ich war gespannt, was mich denn erwartet.

Es gibt vermutlich keinen deutschsprachigen Künstler, der mir so sympathisch ist wie Thees Uhlmann. Ich liebe seine Art zu reden, seine Art zu schreiben und seine Art zu sein. Deshalb war ich sehr gespannt, wie er denn jetzt singt, wenn er doch seit fünf Jahren nicht mehr gesungen hat.

Und wie singt er? Er singt fantastisch!

Songs mit Tiefgang, mit dieser wunderbaren norddeutsch klaren Poesie. Ein Album wie ein Tag an der Nordsee. Mal windig, mal kühl, aber immer eine sehr sehr schöne Wohlfühlatmosphäre. Textzeilen, die man sich am liebsten tätowieren lassen würde, aber man ist so hart geworden, dass die Farbe an der Haut abplatzt. Thees Uhlmann singt Hymnen auf Stephen King und Avicii und selbst wenn man Avicii nicht mag und Stephen King nie gelesen hat, fühlt man mit ihm und ist danach der Meinung schon immer Fan der beiden zu sein.

Er singt von Junkies und Scientologen, legt Katy Perry nahe doch zu Grand Hotel van Cleef zu wechseln. Er singt davon, dass Menschen wie er vielleicht besser alleine sein sollten und man möchte ihn in den Arm nehmen, zwei Bier bestellen und einfach über das Leben philosophieren während der Kellner noch zwei Kurze bringt.

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Thees Uhlmann hat mit seinem dritten Album vielleicht schon sein Magnus Opus geschaffen, aber ich vermute nicht. Er hat einfach nur die Zeit genutzt. Er hat sich Zeit für ein unglaublich gutes Album genommen und sowas von abgeliefert.

Unendliche Liebe geht an dich, lieber Thees!

P.S.: Holt euch die Special Edition, denn auch die Platte „Gold“ voll mit tollen Coverversionen lohnt sich!

www.facebook.com/theesuhlmannmusik/

/Text: Simon Strauß / Bild: GHVC/