Wild Belle by Jennifer Tzar

Plattenkritik: Wild Belle – Dreamland

Ich wage mich mal wieder an eine Plattenkritik ran. Keine andere Band ist für mich gefühlt so unerreichbar und interessant wie Wild Belle.

In der MABADEMO letztes Jahr habe ich schon erzählt, wie ich sie kurz mal getroffen habe und wie die Begeisterung für die beiden angefangen hat. Der Moment des Treffens war so kurz, dass er sich etwas surreal anfühlte. Verfolgt habe ich die beiden trotzdem, musikalisch, sonst klingt das hier nach Stalking.

Damals, nur das Debüt „Isles“ draußen, gibt es jetzt wieder etwas Neues für die Ohren! Endlich! „Dreamland“ heißt der Nachfolger und beim ersten Hören klingt es etwas anders als „Isles“. Während „Isles“ noch etwas Reggae lastiger war und die Trompete (ich, als Instrumentenspastiker, gebe da nur eine Vermutung ab. Es ist ein Blasinstrument, sagen wir es so) stark heraus zu hören ist, kommt sie bei „Dreamland“ nur gelegentlich vor. Allgemein ist Album Nummer 1 von afrikanischer Musik, Jazz und Reggae beeinflusst.

Bei Album Nummer 2 haben sie sich mit Dave Sitek, TV On The Radio Mitglied, zusammengetan. Er produzierte das Lied „Throw Down Your Guns“. Diese Gelassenheit, die Wild Belle ausmacht, haben sie beibehalten. Ihre Einflüsse, die sie zum ersten Album inspiriert haben, hört man bei „Dreamland“ nicht stark heraus. Man kann es gut in Farben ausdrücken. Während „Isles“ bunt daherkommt und das ganze Farbenspektrum darstellt, wirkt „Dreamland“ eher dunkler und etwas gesättigter. Wild Belle haben sich weiterentwickelt und sind sich trotzdem treu geblieben, in dem sie hier und da ihr Blasinstrument einsetzen.

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/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Jennifer Tzar /