Schlagwort-Archiv: Jubel

Ok Kid by STEFAN_BRAUNBARTH

Neue Musik

Kaum hat das neue Jahr angefangen, ist der Januar schon fast wieder vorbei. Verrückt. Geändert hat sich leider nicht besonders viel und auf unsere geliebten Konzert- und Partynächte müssen wir immer noch auf unbestimmte Zeit verzichten. Nur gut, dass trotzdem weiterhin Neue Musik erscheint. Und davon will ich euch auch heute wieder ein bisschen was vorstellen. Mit Bite the Bullet, Lova, $not, Ja, Panik, Joshua Bassett, Jubël, Maria Basel, OK Kid, Telex, Balthazar, Fontaines DC, Nilüfer Yanya, Weezer, MC Rene und Gymmick

————————————————————–

Aus Dänemark kommt die Rockband Bite The Bullet, die mit „Lose myself“ jetzt eine Single aus ihrem im März erscheinenden vierten Album veröffentlicht haben.

————————————————————–

Letzte Woche, genauer am 22. Januar, erschien das großartige Debüt-Album „Grown-Ish“ der Schwedin Lova. Daraus vorstellen möchte ich euch die Songs „Dance for the Hell of it“ und die letzte Single „Lonely Ones“ vorstellen.

————————————————————–

Billie Eilish hat vor einiger Zeit den Song „Gosha“ von $NOT auf Instagram gepostet und seitdem geht es mit dem 23-jährigen Karrieremäßig durch die Decke. Mit „Like me“ ist jetzt ein weiterer Song aus seinem aktuellen Album „Beautiful Havoc“ erschienen.

————————————————————–

Pünktlich um 0.01 am 01.01. hat Ja, Panik ihre neue Single „Apocalypse or Revolution“ veröffentlicht. Mittlerweile wurde auch das Album „Die Gruppe Ja, Panik“ angekündigt, das am 30. April erscheinen wird. Das freut uns sehr!

————————————————————–

Der Newcomer Joshua Bassett aus Kalifornien bringt demnächst seine Debüt-EP raus und hat mit „Lie Lie Lie“ eine weitere Single daraus veröffentlicht.

————————————————————–

Ebenfalls aus Schweden kommt das Duo Jubël, die 2019 mit Strawtown ihr Debüt Album rausbrachten und jetzt mit „Weekend Vibe“ nachlegen.

————————————————————–

Im Frühling wird die Debüt-EP der Wuppertaler Sängerin Maria Basel erscheinen und daraus gibts jetzt mit dem wunderschönen „Wake up Tired“ die dritte Single.

————————————————————–

Am 22. Januar veröffentlichte OK Kid die Single „Frühling Winter“. 100 % des Erlöses geht an das Bündnis „Alarmstufe Rot“. Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Köln und die Kölner Philharmonie hat der Band ihre Räumlichkeiten zum Video-Dreh zur Verfügung gestellt. Regie führte Joseph Strauch. Ein gutes und wichtiges Projekt, das unbedingt unterstützt werden sollte! Alle Kulturschaffenden, egal ob Künstler oder Techniker oder Veranstalter oder alle anderen, die in irgendeiner Form mit Kulturveranstaltung zu tun haben, machen gerade harte Zeiten durch!

————————————————————–

Das belgische Synthpop-Trio Telex hat mit 30 Jahren schon eine beachtenswerte Karriere hinter sich. Jetzt erscheint am 30. April mit „This is Telex“ eine Neue 14-Track-Compilation. Unter anderem sind darauf ihre bekanntesten Stücke geremastered, sowie einige bisher unveröffentlichte Stücke. Zu einem ihrer bekanntesten Songs „Moskow Diskow“ gibts jetzt ein neues Video.

————————————————————–

Am 26. Februar wird das neue Album „Sand“ von Balthazar endlich erscheinen. Daraus gibt es jetzt mit „On A Roll“ bereits die dritte Single. Ein astreiner und schöner Indie-Pop Song!

————————————————————–

Die Remix-Legenden Soulwax haben sich den großartigen Song „A Heros Death“ von Fontaines D.C. vorgenommen und daraus einen noch großartigeren und vor allem tanzbareren Remix gebastelt.

————————————————————–

Im letzten Dezember erschien die EP „Feeling Lucky?“ von Nilüfer Yanya und am 19. Januar wurde auch die Video Trilogie mit „Day 7.5093″ daraus komplettiert.

————————————————————–

Weezer sind back. Und das anders als erwartet. Eigentlich war für 2020 die Veröffentlichung des Albums „Van Weezer“ geplant. Das wurde jetzt erst mal verschoben und stattdessen wird am 29. Januar das, von den Beach Boys inspirierte, Album „Ok Human“ erscheinen. Daraus gibts jetzt mit „All my Favorite Songs“ die erste Single zu hören und sehen.

————————————————————–

Seit bereits 30 Jahren mischt MC Rene jetzt bereits im deutschen Hip-Hop mit. Zum Jubiläum erschien am 22. Januar das Jubiläums-Album „Irgendwas stimmt“ und mit „1993“ hat der gute jetzt einen fantastischen Song daraus veröffentlicht.

————————————————————–

Zu guter Letzt noch etwas Lokalpatriotismus. Unser allseits geliebter und geschätzter Gymmick hat mit „Nürnberg“ eine Ode an unsere fränkische Heimat geschrieben. Ironisch und mit leider viel zu viel Wahrheit. Danke dafür!

————————————————————–

So, das wars schon wieder für diese Woche. Die Songs sind natürlich auch alle wieder in der Neuen Musik 2021 Liste auf Spotify.

// Text: Jens Riedel / Bild: Ok Kid (by Stefan Braunbarth //

reden ist silber

Konfetti! Und außerdem … Jubeljahre

Man ist ja manchmal schon ein bisschen selber überrascht, wie lang man eine bestimmte Sache durchgehalten hat entgegen seiner eigenen und vor allem der Annahme verschiedener Dritter. Vielleicht ist das ein bisschen der Grund, warum man ständig seltsame Geburtstage feiert. Eine neue Dings ist plötzlich „schon 1 Jahr alt“. Kinder beispielsweise, wo man dann schon kurz überlegen muss, ob das Kind jetzt wirklich dringend eine Party feiern möchte oder nicht vielleicht in Wahrheit lieber die Eltern, derweil dem Kind eigentlich egal ist, ob es unter Bäumen oder Girlanden an einer Kaugummidose lutscht oder einer Geburtstagsrassel, aber solang das Ergebnis das gleiche ist, nämlich fröhliche Erwachsene und Kinder, meinetwegen. Dann muss man „drittes Jubiläum“ feiern und dann fünftes, weil das ist schon fast zehn und so eine tolle Zahl wie auch die „7“, weil die bringt Glück sowie verschiedene andere Zahlen auch, in irgendeinem Land auf der Welt wird’s schon ein gutes Zeichen sein, neun oder acht oder sechs. Dann ist man zehn, superrund, eh klar, bei der 11, da muss geschnapselt werden, zur Zwölf kann man auch „Dutzend“ sagen, wie toll, 13 ist wie Pentagramm, für die einen heilig, die anderen nich so. Für 14, 15, 16 bedarf’s dann schon einer gewissen Kreativität, und beim 18. hab ich früher immer gedacht, ist es schon eine größere Leistung für zum Beispiel einen Verein oder sonstirgendeine Einrichtung, so lang überlebt zu haben, als für einen Menschen, aber seit dem Pubertier bin ich da nicht mehr so sicher. Jedenfalls: So geht das immer weiter, nach oben dünnt’s dann aus, der Mensch scheint einsichtig zu werden, dass nicht jede Jährung des Wunders seiner Geburt eines Galadinners mit Orchester, Rede und Stargast bedarf. Also, öhm, en gros, sagen wir mal. Aber ab und an muss man schon einmal sagen „Aufgemerkt!“, sagt man dann, ich bin fei schon ein bisschen selber verwundert, dass ich mich immer noch nicht derennt, dersoffen, dergrämt oder sonstwie derhutzt hab. Oder man tippt die magische Zahl 250 in ein Verzeichnis hinein. Dann geht man zu seiner Lieblingssklaventreiberin und sagt, du, Susanne, sagt man dann, gehst du mit mir am Freitag 250. Sofa feiern?, und ist ganz schüchtern in der Fragestellung. „Ich glaub du spinnst!“, lautet die unerwartet liebreizende Antwort. „Natürlich nicht!“, weil ehe man sich’s versähe feiere man dann 275. und dann 300. und dann 333. und dann am besten gleich jede Woche. Und das sei selbstverständlich unerträglich. Also was mich angeht fändete ich das dem Anlass durchaus angemessen, aber gut. Entsprechend würde ich vorschlagen, dass ich mich vom einzigen Menschen, der die Mühsal zu würdigen weiß, feiern lasse, nämlich mir selbst, und begehe das sich jubilierende wöchentliche Wunder heute Abend an einem geheimen Ort namens „Balkon“. Wer sich dazuverirren möchte – gerne. Sagen wir: 18 Uhr? Und dann … öhm … ausruhen, weil Samstagsstress! „Blaue Nacht“-Partys (u.a. Stereo / Klaragasse, KK, Königstr), „Z-Bau Biergarteneröffnung“ (Frankenstr), „Pop für alle“ (MUZ, Fürther Str), „Kunst & Sünde“ (Cult, Dooser Str), „Maximum Rock Night“ (Hirsch, Vogelweiher), „Chili’s Swinging Beats & Sweets“ (Opera, Ostermayrpassage), „It isn’t happening“ (Maybachhalle, Maybachstr), „Nasty Open Air“ (Clubbad, Valznerweiher) und … noch sauviel mehr. Das wäre jetzt wirklich nicht nötig gewesen. Dankeschön!

// Text: Katharina Wasmeier / Bild: Hannah Rabenstein //

~~ Diese Glosse erscheint unter dem Namen „Runter vom Sofa“ in der Freitagsausgabe der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung ~~