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Konzertbericht: Olli Schulz

Am Montag, den 17.08. gab Olli Schulz endlich mal wieder ein Gastspiel in Nürnberg, und zwar im wunderschönen Serenadenhof. Als Special Guest kam der Jimmy Eat WorldSänger Jim Adkins. Hier mein Nachbericht:

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Da war es wochenlang heiß, fast zu heiß, und von Regen keine Spur. Und dann ist alles vorbei und das schlechte Wetter kommt. Natürlich kurz vor dem Open-Air-Konzert von Olli Schulz! Den ganzen Montag über hat’s geregnet. Meine Laune hat das nicht runtergezogen, aber schade fand ich es schon. Und natürlich typisch. Aber zum Glück hat’s vor dem Konzert aufgehört und es blieb den ganzen Abend über trocken. Wäre jetzt auch nicht ganz soo schlimm gewesen, wenn’s geregnet hätte: Der Serenadenhof ist schließlich zum größten Teil überdacht. Aber ohne Regen war’s definitiv schöner.

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Aufgrund des Wetters (oder weil halt jetzt doch schon August ist?) gab’s an den Getränkeständen tatsächlich auch schon Glühwein zum aufwärmen. Verrückt! Einige Zuschauer der sehr gut gefüllten Location nutzten das dann sogar. Noch verrückter! Es ist Mitte August!

Pünktlich um 19:30 Uhr kam Olli auf die Bühne und kündigte seinen Gast an. Wie stolz er wäre, ihn da zu haben, und dass er schon immer ein Fan von Jimmy Eat World wäre und welche Ehre das für ihn … usw. Dann erschien ein Mann, der im Gepäck nur eine Gitarre hatte – und eine sehr sympathische, lockere Art. Für ganze sieben Shows ist der gebürtige Amerikaner in Deutschland – Nürnberg ist die einzige Stadt, in der er den Support für Olli Schulz gemacht hat. In allen anderen Städten hat er selbst seinen eigenen Support. War also schon was besonderes. Und der gute Mann hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Wer lauten und krachenden Alternative-Rock erwartet hatte, wurde enttäuscht. Ruhig, melancholisch und entspannt war sein 30-minütiger Auftritt. Neben eigenen Songs und solchen von Jimmy Eat World gabs’s auch Coverversionen wie z.B. Girls just wanna have Fun von Cindy Lauper. Alles in allem ein schöner und nachhaltiger Auftritt.

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Um 20 Uhr war Schluss mit Jim Adkins und nach einer kurzen Pause ging’s um ca. 20:10 Uhr los mit dem Hauptkonzert. Um das kurz mal zu umreißen: Ich kannte Olli Schulz durch sein erstes Album und damals war ich eher skeptisch – mir hat das nicht wirklich gut gefallen und deshalb hatte ich ihn relativ schnell wieder aus den Augen verloren. Bis er des Öfteren auf diversen Bildschirmen aufgetaucht ist in Shows wie Neo Paradise, Roche&Böhmermann, Circus Halligalli und Schulz in the Box. Dazu kamen noch einige Interviews und seine eigenen Radioshows. Dadurch wurde er mir sympathisch und ich hab mich auch wieder mehr mit seiner Musik beschäftigt. Gute, intelligente Texte zwischen Humor und Melancholie. Und mit der Veröffentlichung seines Albums „Feelings aus der Asche“ hat er mich dann komplett auch als Musiker überzeugt. Zu seinem letzten Konzert in Nürnberg im Hirsch hab ich es leider nicht geschafft und deshalb war der Auftritt im Serenadenhof einer der wenigen Pflichttermine für mich in diesem Jahr.

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Kurz nach 20 Uhr ging’s also los mit dem Konzert und ich glaube, jeder bekam genau das, was er erwartet hat. Zumindest ließ die Stimmung darauf schließen. Auch ich war positiv angetan von der Leichtigkeit und der Bühnenpräsentz, mit der der gute Herr Schulz auf der Bühne agierte. Neue Songs wechselten mit alten und zwischen den Liedern gab es immer wieder Beweise, was für ein grandioser Komiker und Entertainer der Gute ist. Das „Spiel“ mit dem Publikum und auch mit seiner Band hat mächtig Spaß gemacht und auch ein Gang mitten durch die gut gelaunte Meute zeigte, wie wichtig ihm die Nähe zu seinen Fans ist.

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Die zwei Stunden vergingen viel zu schnell und um kurz nach 22 Uhr war auch schon wieder alles vorbei. Leider. Fazit: Schnell wiederkommen, Olli! War ein phantastischer Abend!

Und danke an Sven und Andrea von der Kulturkellerei für die nette Unterhaltung

// Text: Jens Riedel / Fotos: Michele Aflatoon (Glück13) //

Matildas Sicht:

Der Messias Olli Schulz kommt nach Nürnberg! Dabei hat er Süßigkeiten, Luftschlangen, große Ballons, seine Geschichten und nicht zu vergessen, der eigentliche Grund, warum wir alle im Serenadenhof waren: seine Musik!

Dass man Olli Schulz nicht nur auf seine Fernsehauftritte bei Joko und Klaas oder auf seine Radiosendung „Sanft und Sorgfältig“ mit Jan Böhmermann reduzieren darf – ist ja klar.

Obwohl wahrscheinlich viele zu seinen Konzerten gehen, eben genau aus diesen Gründen und ich muss gestehen, dass ich nicht nur wegen der Musik kam, ist es die Kombination aus seiner Musik und Olli Schulz als Person, die ihn so sympathisch macht. Seine Geschichten, die er vor jedem Lied erzählt, die nicht einstudiert oder aufgesetzt wirken, und seine Lieder. Wenn man es so sehen mag, sind seine Songs die vertonten Geschichten.

Man muss es ihm lassen, ein Entertainer ist er. Selten habe ich bei einem Konzert so viel gelacht wie bei Olli Schulz! Egal, ob er Tina Turner imitiert oder ein Medley aus Liebesballaden singt, das Publikum ist ihm verfallen und ich auch.

/ Matilda Pfeil /