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MABADEMO (MAI’17)

Ihr habt es vielleicht schon an meinen letzten Konzertberichten gemerkt – ich bin in Berlin. Für die nächsten Monate verweile ich in der Hauptstadt und werde ich euch bestimmt noch von dem einen oder anderen Konzert hier berichten.

Kommen wir aber zum eigentlichen Hauptthema: die MABADEMO. War es im April noch so einfach die Band zu finden, so schwer war es für mich im Mai.

So wirklich intensiv habe ich keine einzelne Band gehört und es war immer ein Mix aus verschiedenen Bands. Ein roter Faden, der sich aber durchzieht, war immer die Verbindungen und die Erinnerungen an Nürnberg. So toll und aufregend wie Berlin sein kann, macht mich die Stadt auch schnell fertig. Man merkt auch, wie alleine man sein kann. Und das Heimweh wartet schon an der nächsten Ecke.

Ich bin gerne alleine, vielleicht liegt es daran, dass ich Einzelkind bin und ich die Ruhe schon immer dem Trubel vorgezogen habe. Klar, den Freundeskreis aus Nürnberg kann man mal eben nicht miteinpacken und so bin ich dann doch gezwungenermaßen mehr alleine, als in der Heimat.

Was mir dann hilft, ist Musik zu hören. Der Balsam für meine Seele. Musik, die mich teilweise klar denken lässt, die mir zur Erleuchtung verhilft oder eben mich dem Alltag entfliehen lässt. Egal, ob es Erinnerungen sind oder Tagträume.

Letztens in der Ringbahn hatte ich dann die Erleuchtung, dank der Musik. Dank dieser einen Band, die schöne Momente wieder in Erinnerung rief – Two Door Cinema Club.

Eine Band, die ich erst im Februar zum Interview traf, sie live sah und jetzt erst im Nachhinein habe ich gemerkt, wie grandios ich sie doch finde!

Wenn ich an Two Door Cinema Club denke, dann fallen mir Momente ein, wie ich zum Beispiel während des Konzerts in München zu meinen Lieblingsliedern tanzte, ich kurz nach rechts und links schaute und die gleiche Freude, die ich in diesem Moment empfand, in den Gesichtern meiner Freunde sah. Oder wie man spät nachts auf die Tanzfläche im Stereo rennt, weil Two Door Cinema Club gespielt wird und man laut mitsingen muss. Denn wenn es etwas gibt, was ich sehr schnell hier in Berlin gelernt habe, dann dass es hier keine Indie Partys gibt. Skandalös, wie ich finde, und das muss eindeutig geändert werden!

Mit Two Door Cinema Club ist das akute Heimweh viel erträglicher und kommt mir dann nur halb so schlimm vor. Und so gesehen habe ich immer ein Stückchen Heimat dabei, ob in Form von Musik oder dem Kopfkino, das sie auslösen.

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/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Warner Music /