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Nachbericht: RÜFÜS

Für ein Konzert mal eben nach Berlin fahren, macht man auch nicht alle Tage und eigentlich nur für Bands, bei denen man weiß, dass es gut werden wird. Im Vorbericht hatte ich meine Vorfreude schon erwähnt und die blieb, bis die drei Jungs die Bühne betraten.

Doch bevor das geschah, schaute ich mich erst mal im ausverkauften Lido um. Schöner Laden, mit Kronleuchtern an der Decke und hohen Wänden. Eine sehr gute Größe, nicht zu groß und nicht zu klein. Als Clubshow würde ich das nicht mehr bezeichnen, aber eine Halle ist das Lido eben auch nicht. Wie der Festsaal in Nürnberg. Nun gut, als Support hatten Rüfüs Kllo aus Australien mitgebracht. Noch nie was von denen davor gehört und die gehören für mich auf jeden Fall in die Kategorie „Gute Support Auswahl“. Musikalisch haben sie zur Band des Abends gepasst. Von den Instrumenten her, sie hatten nicht viel dabei, Synthesizer und ein Drumpad. Soviel konnte ich als Laie erkennen. Ist aber auch völlig egal – Hauptsache es klingt gut! Kllo werde ich mir auf alle Fälle noch anhören, die haben mich mit ihrer zerbrechlichen und leisen Stimme neugierig gemacht!

Minuten später war es dann soweit – die australischen Grinsekatzen betraten die Bühne. Ich habe noch nie eine Band so lange grinsen sehen. Das hat nicht mehr aufgehört! Der australische Sunnyboy Charme hat mich da auch etwas angesteckt, plötzlich habe ich auch mit dem Grinsen angefangen. Ja gibt‘s denn sowas?

Als am Anfang gleich noch meine beiden Lieblingslieder „Brighter“ und „Sundream“ kamen, war das die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Alles was danach kam, waren quasi die Streusel. Die Lieder, die ich so oft zuvor gehört hatte, sei es bei langen Autofahrten, im Urlaub, oder so zwischendurch, wenn einen das Fernweh packt, endlich mal live zu hören – das macht schon etwas her. Überhaupt sind Rüfüs eine sehr gute Liveband. Liegt auf der Hand, wenn sie einmal über den Globus touren. Das tolle aber, man merkt ihnen die Routine nicht an. Sie geben einem das Gefühl, dass jedes Konzert etwas besonderes für sie ist. Vielleicht ist da Berlin auch noch mal etwas anderes für sie, weil sie hier ihr erstes Album geschrieben und aufgenommen haben. Das verbindet.

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Ein von Music Channel // Berlin (@smallsessions) gepostetes Video am

Mit einem famosem Intro, allgemein gingen die Lieder nahtlos ineinander über, endete der Abend mit einem pompösen Outro. Lichttechnisch war das großes Kino und hat noch mal zur Stimmung beigetragen.

Mit „You Were Right“ entließen sich mich in die kalte Berliner Nacht. Und ich grinste immer noch.

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/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Live Nation /