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Vorgestellt: Wafia

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Auch wenn dieser Satz stimmt, ist es manchmal blöd, keine Antwort zu erhalten. Sei es auf Interviewanfragen oder auf eine Nachricht. „Ghosting“ (wenn der Partner sich auf einmal nicht mehr meldet) ist da momentan in aller Munde. Finde ich persönlich ja richtig blöd – das geht gar nicht.

Eigentlich war bzw. ist Wafia die perfekte Kandidatin für ein „5 Fragen an“. Eine neue Künstlerin aus Australien. Entweder solo unterwegs oder zusammen mit Ta-ku. Ihren Song „Heartburn“ haben wir vor Monaten mal auf unserer Facebook Seite gepostet und ich wollte mir immer die Option aufrecht halten, dass ich sie noch in einem Interview vorstelle. Gut, Wafia in Australien zu erreichen, gestaltete sich als schwieriger als gedacht und ehrlich gesagt will ich euch ihre Musik nicht vorenthalten und will über sie schreiben.

„Heartburn“ war der erste Titel, den ich von ihr gehört habe und sofort war es um mich geschehen. Die etwas härteren Beats und dann diese klare und sanfte Stimme. Zum Verlieben oder eben Entlieben! Wer kann den Text nicht nachvollziehen?

Wafia schafft es in ihren Texten, einem aus der Seele zu singen, irgendwie kann man sich immer damit identifizieren oder versteht, was sie meint. Ihre „XXIX“ EP ist wie eine Reise des Herzschmerzes. Mit „(Prelude)“ ist noch alles gut, mit einer Tendenz nach unten. Bei „The Raid“ hat man verstanden, was jetzt Sache ist und die anfängliche Wut macht sich breit. „Heartburn“ holt einen auf den Boden der Tatsachen. Die Wut aus „The Raid“ spielt noch etwas mit, doch dadurch, dass das Lied unaufgeregt daher kommt, packt es einen. Es wirkt so simpel. Es ist die quasi die Mitte des Tunnels. „(Untiteld)“ ist nichts besonders. Es ist der Übergang zu „Fading Through“. Das Ende der EP, der Reise und das Licht am Ende des Tunnels. Es geht wieder bergauf und man kann neue Kraft schöpfen.

Auch wenn ich Wafia genau zum Herzschmerz Zeitpunkt entdeckt habe und da Erinnerungen hoch kommen, wenn ich ihre Lieder höre, kann ich mich trotzdem davon frei machen und ihr Talent genießen.

Am Ende muss man akzeptieren, dass man keine Antwort bekommt. Zwar nicht immer so einfach, doch mit der passenden Musik schon weit aus erträglicher.

www.facebook.com/WafiaMusic

/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Claire Wakeford /