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Wie war die Temperatur bei Bilderbuch am 17.04.15 im EgoFm-Studio ?

Letzten Freitag versammelten sich 200 Semi-Österreich-Kenner zum Bilderbuch-Konzert im EgoFm-Studio in München. Zur Erfrischung wurden die Leute gleich mit einem Drink innerhalb des Studios abgefangen und die Räume füllten sich schnell und kontinuierlich. Während die Gewinner ihren Alkoholpegel anreicherten, konnten sie beim Herumschlendern einen Blick in das Aufnahmestudio werfen, in dem mit der Band noch ein paar tiefenpsychologische Interviews geführt wurden.

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Die Zeit verflog und pünktlich um 20 Uhr stand die ganze Truppe auf der improvisierten Stand-up-Bühne. Es war heiß, jedoch nicht nur wegen der energisch-sabbernden Damen, die ihre männlichen Musiker umzingelten, sondern schlicht und einfach, weil die Heizung überall auf 5 gestellt war. Während Bilderbuch wie Sahne zerflossen, hatte man den Eindruck, dass die weiblichen Zuschauer Kühlpads unter ihrer Kleidung versteckten, um eine möglichst saubere Optik zu wahren. Doch der Hitzeschlag konnte bei steigender Stimmung mit entsprechenden Getränken wieder reguliert werden. Bilderbuch hatte übrigens fast 50 Flaschen Wasser neben der Bühne und keine Softdrinks.

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Es prickelte trotzdem auf der Haut und das Publikum verlor sich nicht. Und selbst wenn bei so manchen Fans die Beine schwer wurden, legten Bilderbuch die Leute in Leinen und kleideten sie mit Seide. Erfreulicherweise musste man auch niemandem mehr Zeit geben, da die exorbitante Harmonie-Hitze schon nach wenigen Liedern durchbrach.

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Welchen lebenswichtigen Tipp solltet ihr also vor eurem Bilderbuch-Konzert beachten? Vordenker wie Money Boy oder Towlie haben es schon lange gewusst, >vergesst das Handtuch nicht! Man muss immer ein Handtuch bei sich haben !<. Alternativ wäre auch eine Versicherung möglich, aber das ist eine andere Geschichte und hat dann wahrscheinlich nichts mehr mit Kunst zu tun. Bilderbuch übermittelt einfach, dass es durchaus sinnvoll ist, den Sinn nicht immer zu erkennen! Insofern lautete die einzige Kritik – unter uns - an die Band selbst: Verweigert euch der humanitären Authentizität bei Interviews und startet mehr unreal talk. 5

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Schick, Schock.

Text & Bild: Leo Zimmermann