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Gefundenes Fressen in der: Pasta Galerie

Der Fernsehkoch Frank Rosin als Retter in der Not. Aus dem Prisma wurde die Pasta Galerie. Na und wenn ein Nürnberger Gastronom schon mal ein neues Konzept übergestülpt bekommt, dann darf da HDIYL auch nicht weit sein. Zwei Tage nach der Fernsehausstrahlung gingen wir in die Pasta Galerie zum Abendessen. Hier unsere Eindrücke:

FÜLLE
Gut gefüllt. Drinnen sogar eher rappelvoll. Draußen gab es noch Platz.

KARTE
Glaubt man dem Fernsehen, gab es auf der alten Karte um die 600 verschiedenen Gerichte. Nun sind es um die 20. Die angebotenen Pasta-Sorten werden erklärt. Auf diese Weise lernt man, dass eine Spagetti lang und dünn ist.

GETRÄNKE
Wir bestellten den Hauswein (weiß), der sich auf Nachfragen als Silvaner entpuppte. Schmeckte uns, allerdings sind 4,60 Euro pro Glas schon deftig.

VORSPEISE
Auf der Karte der Pasta Galerie fanden sich exakt zwei Vorspeisen. Eine davon nennt sich „Beilagensalat“. Bestellten wir zum Hauptgericht mit dazu und entschieden uns für die andere. Es gab Tomatensuppe für 5,90 Euro. Die war richtig gut, mit frischen Oregano- und Basilikumblättern und so …

(das Brot zur Suppe wurde übrigens extra berechnet mit 3,90 Euro)

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HAUPTGERICHTE
Wir entschieden uns einerseits für Orecchiette (hutförmige Pasta aus Apulien) in Weißwein-Rahmsoße mit Garnelen (9,90 Euro). Schmeckte nicht schlecht. Wer die entsprechende Folge von Rosins Restaurants gesehen hatte, wusste, dass die Köchin des Prisma es beim Probekochen mit dem Zucker gehabt hatte. Dem war nun nicht mehr so. Aber sie scheint gescheit verliebt zu sein, denn gesalzen war das ziemlich kräftig, was allerdings unserem Geschmack entsprach.

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Andererseits bestellten wir Orecchiette mit Oliven, getrockneten Tomaten und Rucola (8,90 Euro). Wieder zuviel Salz und mit den Oliven, den Tomaten – von denen viel zu viele im Gericht waren – und dem Parmesan auch noch mehrere zusätzliche Salz-Multiplikatoren mit an Bord. Da musste man erst die Spreu (Tomaten) vom Weizen (der Rest) trennen, um das zu essen. Dann war es in Ordnung.

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FAZIT
Sowohl mit diesem Konzept als auch mit Auswahl und Qualität der Speisen erfindet man das Rad nicht wirklich neu. Wenn der erste Fernseh-Hype verflogen ist, wird sich zeigen, ob die neue Pasta Galerie überleben wird. Unter Umständen hätten eine Döner Galerie (Version 1.0 – voll 90s aber alle mögens), eine Burger Galerie (Version 2.0 – macht gerade jeder und alle rennen hin) oder die offizielle Galerie der Fleischerinnung (Version 3.0 – es muss sich ja mal einer dazu bekennen, dass Fleisch das neue Vegan ist) längerfristige Erfolgsaussichten gehabt. Aber wer weiß, vielleicht funktioniert es ja. Den beiden sympathischen Betreibern jedenfalls wäre es zu gönnen.

/ Text & Bilder: guesswhoisbad /

Ein Gedanke zu „Gefundenes Fressen in der: Pasta Galerie“

  1. Knapp zehn Euro für einen Teller Suppe mit ein wenig – zumindest dem Foto nach – 08/15 Baguette ist aber schon ein arg stolzer Preis, finde ich.

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