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Konzertbericht: dicht & ergreifend

Boom!

Was war das denn bitte für ein geiler Abriss?! Dicht & Ergreifend schafften es, dass der Club Stereo und alle Anwesenden in einer Mischung aus Schweiß und Bier vor sich hin marinierten und es auch noch gut fanden.

Aber beginnen wir ganz am Anfang. Nachdem Da Schraxx das Publikum mit bairischem HipHop bereits aufgeheizt hatte, wurde die Bühne dunkel und in schwarze Kapuzen gehüllte Personen betraten ebendiese. Die Platten fingen an sich zu drehen und der Bass waberte durch den Raum, die Tuba setzte ein und der geneigte Fan erkannte bereits daran das Intro zu O.N.T.H., dem Opener des aktuellen Albums „Ghetto mi nix o“. Als dann der Refrain „Old School, New School, True School, Hauptschul‘“ kam, sang schon der komplette Club mit.

Hier gab es kein langsames Reinkommen in das Konzert, keine Steigerungskurve, nope, direkt auf die Fresse. Aber verdammt nochmal, war das geil!
Es gab auch keine wirkliche Verschnaufpause, entweder war man am Bouncen und Mitsingen, oder man lachte über die kurzen Zwischenansagen. Hier gab wirklich jeder alles. DJ Spliff quälte die Turntables, George Urquell und Lef Dutti rappten sich die Stimmbänder wund und Sir Mix a Lothar an der Trompete und Goldie Horn an der Tuba gaben an der Blechblasfront alles. Sogar so viel, dass sich Sir Mix a Lothar während des Konzerts einen Apfel gönnen musste um bei Kräften zu bleiben. Der Rest holte sich seine Energie durch Pils, was auch das Publikum bevorzugte.

Irgendwann blickte man in die Menge und sah auch, wie bunt gemischt diese war. Zwischen 16 und 60 war hier alles vertreten, ob langhaariger Metalfan, komplett tätowierte Rockabella, ältere Mitmenschen, die deine Nachbarn sein könnten oder Hipsterrapper mit Schnorres und Basecap, es wurde gemeinsam abgefeiert bis der Schweiß von der Decke tropfte. Irgendwann wurde auf der Bühne was von Zugabe erzählt, „wie jetzt? Wo ist die Zeit hin?“, nochmal 20 Minuten Vollgas und dann war es vorbei.

Danach noch mit einem Pilschen mit der Band auf den geilen Abend anstoßen, heimfahren, glücklich und erschöpft ins Bett fallen und erst mal verarbeiten was da gerade passiert ist.

Ich kann euch allen nur empfehlen, holt euch Tickets für den 5. Oktober. Da kommen Dicht & Ergreifend in den Hirsch und werden den wohl genauso zerlegen wie den Club Stereo. Ich werde sicher wieder dabei sein!

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/Text & Bilder: Simon Strauß /