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Konzertbericht: Rainer von Vielen

Gil Scott Heron sagte einst „the revolution will not be televised“.
Ginge es nach Rainer von Vielen, dann würde die Revolution getanzt.

Wenn man das als Grundlage nimmt, dann war das Konzert im MUZ-Club eine ausgemachte Revolte!

Schweißtreibende Gipsy-Rhythmen wechselten sich mit bouncenden Hip-Hop-Beats und voll-auf-die-zwölf-Gitarren ab, vermischten sich dank Rainers Oberton- und Kehlkopfgesang zu kosmischen Klängen um anschließend vom „großen Bla“ in einem dadaistischen Rausch erlöst zu werden.

Das Publikum war auf jeden Fall begeistert und sog diese auf den ersten Blick chaotische Mischung begierig in sich auf um sie danach direkt wieder auf den Tanzboden zu bringen. Kein Wunder, dass bei diesem Mix aus Stilrichtungen die Band ihre Musik einfach als „Bastard-Pop“ bezeichnet. Das Ergebnis einer wilden Dark-Room-Party im Musikregal, bei der man froh sein kann, dass deutscher Schlager vom Türsteher nicht reingelassen wurde.

Ein Freestyle-Ausflug durch das Publikum mit Dendemannesken Reimkaskaden war nicht der einzige Hip-Hop Exkurs, denn das Publikum erhielt auch die Garantie für den Einzug in den Hip-Hop-Himmel. Dafür musste man „nur“ zur Coverversion von Sidos „Mein Block“ derbst steilgehen.
Keine Frage, ging klar.

Als dann die letzten Klänge durch den Club hallen und man schweißgebadet da steht, stellt man sich nur eine Frage: „Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?“

Rainer von Vielen: gerade jetzt in der Erkältungszeit, die perfekte Schwitzkur!

Nieder mit den Mauern in den Köpfen.
Nie wieder soll uns trennen, was uns eint.
Ich will Lieder hören, die die Welt gesünder machen,
Und lachen, wenn die Sonne scheint.

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/ Text: Simon Strauß / Bild: Vollmond Konzertfotografie /