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Konzertbericht: Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys

Una notte italiana

Was war das für ein wunderbarer Auftakt in diese Osterwoche.
Wenn Jesus das noch erleben könnte, er hätte sich das mit der Kreuzigung nochmal überlegt.

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Der Club Stereo lud am Montag zur wilden Schlagernacht. Feinster Trash von den Lokalmathadoren der Himpfelshofer Herzensbrecher, die als Vorband bereits die erste Polonaise durch den Laden jagten, gefolgt von den Halbgöttern des Italo-Schlagers. Roberto Bianco und seine Abbrunzati Boys weckten Gefühle an Venezia und Palermo. Das war molto bene. Da wehte jede Menge Amore durch Nürnberg.

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Die Ragazzi machten aber nicht nur Spaß, sondern überzeugten vor allem auch aus musikalischer Sicht. Denn die machen das nicht nur aus Gaudi, sondern können auch tatsächlich ihre Instrumente spielen. Aber über allem lag einfach diese Stimmung, die einen mit einem dicken Grinsen zur Bar und wieder direkt vor die Bühne eilen ließ. Gehüllt in den feinsten Zwirn der späten 70er und frühen 80er wirkten Roberto und seine Amici wie zum Leben erweckte Requisiten der ZDF Hitparade.

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Da passte einfach alles zusammen. Ein Publikum, das massiv Bock auf diesen Abend hatte und eine Band, die genauso Bock hatte und echt überzeugte. Auch wenn sie natürlich nicht ernst genommen werden wollen, so könnten Roberto Bianco und die Abbrunzati Boys problemlos euren Großeltern auf einer Donaukreuzfahrt ihr Erspartes aus den Rippen leiern. Dieser italienische Charme und die Lieder von Vino Rosso und der Ponte de Rialto reichen da völlig aus.

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www.facebook.com/abbrunzatissima/

/ Text & Bilder: Simon Strauß /