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Konzertbericht: U3000 / Hadern im Sternenhagel

Wir haben Euch belogen!

So lautet das erste Album und auch die Tour der vier Wahlberliner von U3000.
Wenn man den Sound der Jungs beschreiben müsste, dann fällt mir dazu eigentlich nur ein Wort ein: Berlin.
Es ist dieser poppige tanzbare Indie, der so typisch für Berliner Bands aus den späten Neunzigern und frühen 2000ern ist.
Durch das aktuelle Revival ebendieser Jahre trifft die Musik von U3000 genau den Zeitgeist.

Am vergangenen Donnerstag kamen sie im Rahmen des zweiten Teils ihrer Tour auch nach Nürnberg in den MUZClub.
Begleitet wurden sie dabei von den Münchnern „Hadern im Sternenhagel“.

Die Jungs aus der Landeshauptstadt sind schon seit ein paar Jahren Dauergast in meiner Playlist und so begab es sich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben wegen der Vorband zu nem Konzert ging. Kennengelernt habe ich sie über egoFM, dort hatte ein Hörer den Song „Sternenhagel“ in seiner eigenen Playlist und die Musik ging mir danach nicht mehr aus dem Kopf.
Mittlerweile haben sie sich etwas etabliert und bekommen mit ihrer neuen EP auch tatsächlich endlich das verdiente Airplay im Radio.
Der regelmäßige egoFM- oder Puls-Hörer sollte zumindest „Lampe Lampe“ aus dem Radio kennen.

Ihr Auftritt war für mich als Fan natürlich zu kurz und es fehlten mir auch die älteren Stücke, aber hey, sie waren ja nur die Vorband.

Danach betraten U3000 die Bühne und lieferten ein wirklich gutes, wenn auch kurzes Set.
Dies mag vielleicht daran liegen, dass das Album auch nur 45 Minuten Spielzeit hat und arg viel mehr Songs auch noch nicht im Repertoire sind.

U3000

U3000

Was schade war, war, dass sich nur ca. 30 Leute zu diesem Konzert im MUZclub eingefunden hatten.
Entsprechend leise waren auch die Zugabe-Rufe aus dem Publikum.
Dies lag keinesfalls an der Qualität der Band und der Musik. Wie bereits erwähnt, war die Musik klasse und auch die Stimmung in der Band war gut.

Da ich fest überzeugt bin, dass U3000 in den nächsten Monaten und Jahren so richtig groß werden, kann ich wenigstens in bester Hipstermanier behaupten, dass ich sie schon live gesehen hatte, als sie noch kaum jemand sehen wollte.

Vielleicht wären die beiden Bands ja Kandidaten für ne kleine Location beim diesjährigen Nürnberg.Pop. So würde auch ein breiteres Publikum auf zwei wirklich tolle Bands aufmerksam werden.

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/ Text: Simon Strauss /Bilder: André Prager & Simon Strauss