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Nachbericht: Margaret Glaspy

Emotions and Math ist der erste Song des Debüt-Albums von Margret Glaspy. Das Album selbst trägt ebenfalls den gleichen Namen: Emotions and Math. Nachdem der Vorband Sänger Bannerman im Pfadfinder-Look die Bühne räumt, erscheint Margaret Glaspy und strahlt mit ihrer silbernen Jacke diskokugelhaft in den Raum. Das Schmunzeln verschwindet und der erste Song beginnt. Emotions and Math!

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Es vergehen wenige Momente bis die akustischen Fronten geklärt sind. Die Sängerin aus Red Bluff, einer kleinen Stadt in Kalifornien, strotzt vor Souveränität. Doch im Zuge der ersten Lieder zeigt sich die Grundlegung zur Perfektion. Neben der No-Name Wasser Flasche funkelt die Setlist leicht im Schatten. Blicke darauf verraten, dass dieses Blatt nette Anreize bietet, aber keinerlei Anspruch auf Geltung erhebt. Die Setlist entspricht einer mathematischen Formelsammlung, doch der emotionale Blick darüber bildet die letzte Instanz.

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Margret Glaspy wuchs angeblich in einer Familie auf, in der keine Räumlichkeit ohne Gitarre existierte. Während des Konzertes stellte sich manch ein Zuhörer die Frage, wie die Gitarre in einem Raum ohne Margret Glaspy existieren kann. Das Tonbild war bei weitem klarer und der Bass reduziertes als der abgemischte Tonträger. Vielleicht verspielte sich die Kalifornierin sogar zweimal mit Absicht, um mehr Sympathie zu erlangen oder um auf ihre sonst allgegenwärtige Perfektion zu referieren. Ihre Herkunft macht es sogar möglich, dass sie ganz lapidar ,,nice’’ sagen kann, ohne dabei wie ein Einarmiger-Adjektiv-Idiot zu klingen.

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www.margaretglaspy.com

www.facebook.com/mglaspymusic

www.privatclub-berlin.de

/ Text und Bilder: Leo Zimmermann /