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Konzertbericht: Alt-J

Als ich im letzten Herbst hörte, dass Alt-J nach München kommen werden, war mir eines klar: Da bin ich dabei!

Am 17. Februar war es dann endlich soweit, es ging nach München. Die Fahrt ins Zenith war geprägt von Vorfreude auf ein hoffentlich großartiges Konzert.

In München angekommen waren wir als erstes von der schieren Größe der Halle überwältigt. Irgendwie hatte ich gedacht, dass das Zenith in etwa die Größe des Erlanger E-Werks hätte – weit gefehlt! Für das Alt-J Konzert waren, wie ich im Nachhinein erfuhr, über 5.000 Karten verkauft worden.

Wie Matilda schon in ihrer Rubrik MABADEMO feststellte, sind Alt-J zwar in aller Munde, aber doch irgendwie noch Underground. Viele, denen ich im Vorfeld freudestrahlend erzählte, dass ich zu diesem Konzert gehe, reagierten mit einem verwirrten „Zu wem? Noch nie gehört …“ Aus diesem Grund war ich doch sehr erstaunt, dass die Halle so riesig war und 5.000 Leute da waren. Aber macht ja nix.

Als ich mich nach der Ankunft mit Bier ausgestattet und mit der Location vertraut gemacht hatte, machte ich mich auf den Weg in Richtung Bühne. Pünktlich zu den beiden Vorbands Gengahr und Wolf Alice schaffte ich es vor den Wellenbrecher.

Die Vorbands waren durchaus gut und hinterließen schon mal einen positiven Eindruck. Während Gengahr eher poppigere Sounds brachten, kamen bei Wolf Alice deutlich mehr E-Gitarren zum Einsatz. Schöner satter Indie-Rock mit einer tollen Sängerin. Kann man beide klar weiterempfehlen.

Nach der Umbaupause betraten vier relativ unscheinbare Jungs die Bühne und zu den Klängen von „Hunger of the pine“ begannen blutrote Scheinwerfer, die Bühne im Takt auszuleuchten. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ob „Fitzpleasure“, „Every Other Freckle“ oder „Matilda“ … Immer war die Lightshow perfekt auf die Musik abgestimmt. Außer einer kurzen Begrüßung gab es kaum Interaktion mit dem Publikum. Das war auch nicht nötig, denn Musik und Beleuchtung sprachen für sich. Es ist schwierig, dieses audiovisuelle Erlebnis in Worte zu fassen, für mich war es schon eine leichte Reizüberflutung. Jedoch keineswegs unangenehm, ganz im Gegenteil. Es war ein verdammt geiler Trip! Viel aus dem alten Album, gemischt mit einigen neuen Songs, und immer von dieser unglaublichen Lightshow begleitet. Das war ein Konzert, das noch lange nachhalten wird.

Nach einer guten Stunde und vier Zugaben ging das Licht an. Ich war noch die komplette Heimfahrt geflasht von diesem Konzert.

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Fazit: Jederzeit wieder! Kommt alle mit!

www.altjband.com

/ Text und Bilder: Simon Strauß /