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Konzertbericht: Impala Ray

Im geilsten Club der geilsten Stadt.

Impala Ray sind so eine Band, bei der man meinerseits schon von Liebe auf den ersten Blick sprechen kann.
Für meinen Nürnberg.Pop Vorbericht im letzten Jahr mal reingehört, für gut befunden und beim Festival direkt beide Konzerte angeschaut. Live sind sie halt nochmal ne ganz andere Hausnummer, weshalb ich sie direkt in mein Herz geschlossen habe. Auf Grund dessen war es nur selbstverständlich, dass ich beim Konzert im Club Stereo dabei sein wollte.
So wie Hubert von Goisern mit seinem Alpinrock eine neue Musikrichtung geschaffen hat, so schaffen auch Impala Ray mit ihrem Bayfolk einen eigenen Musikstil. Typisch bayerische Instrumente wie Hackbrett und Tuba treffen auf folkige Gitarren und tanzbare Rhythmen. Der Name Bayfolk ist logischerweise auch eine Hommage an die bayerische Heimat, aber auch an die kalifornische Bay-Area. Dieser Wunsch nach Ferne, der in den Liedern mitklingt, kombiniert mit dem Sound der Heimat macht Bayfolk zu einem unglaublich schönen Musikstil, von dem es gerne noch mehr Künstler geben darf.

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Beim Konzert gaben Impala Ray ihre eigene Vorband, in dem sie mit einem etwas langsameren Set anfangen wollten, um dann richtig Gas zu geben. Aber irgendwie war das langsame Set doch sehr kurz. Denn spätestens beim dritten Song war das Publikum schon mächtig auf Betriebstemperatur und sang begeistert mit.

Gespickt wurde der Abend auch immer durch launige Anekdoten: wie sich die Band kennengelernt hat, über die letzten Auftritte in Nürnberg, dass der Club Stereo „der geilste Club in der geilsten Stadt“ ist, dass es so etwas wie das Bardentreffen in München nie geben wird und natürlich kurze Geschichten über die Hintergründe der Songs. Beim Song „Mexico“ hat sich Sänger Rainer aber dann doch geografisch etwas verhauen, denn egal wie lange man von Nürnberg aus südlich fährt, in Mexiko kommt man beim besten Willen nicht raus. Die Lacher hatte er hierfür aber immerhin auf seiner Seite.
Bei der Geschichte zur Gründung der Band gab er dem Publikum auch noch eine Lebensweisheit mit auf den Weg, welcher ich mich nur anschließen kann.
„Hört auf euer Gefühl. Macht, was euch glücklich macht. Wenn ihr dabei auf’s Maul fallt, wenigstens habt ihrs probiert.“

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Für mich besonders überraschend war, dass die Tuba nicht nur als Rhythmusinstrument und Bassersatz eingesetzt wurde, sondern durchaus als Leadinstrument, während die Gitarre für den Rhythmus zuständig war. Das ist schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal.
Auch die akustische Zugabe inmitten der Menge zeigte die Bodenständigkeit der Band und schuf nochmal neue Sympathien.

So einen Abend erlebt man gerne nochmal. Hoffentlich bald.
In diesem Sinne, stay gschmeidig!


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/ Text: Simon Strauß / Bilder: debing.de