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#feinemusic – Teil 6: Veranstalter

730 Tage, 641 Bands, 250 Veranstaltungen, 83 Locations und viele nette Kontakte in die Band- & Konzertszene – Gute Musik findet man auch gern mal in den kleinen Clubs vor der Haustür.

Was man als Konzertbesucher sieht, sind die Bands auf der Bühne. Klar, aber im Hintergrund sind viele Leute, teils sogar ehrenamtlich, tätig, um die Bands in die Region zu holen. Stets mit offenen Ohren unterwegs, um die Trends der Szene frühzeitig zu erkennen und die Stars von morgen schon heute auf (kleine) Bühnen zu bringen, sowie dazu beizutragen die Bands bekannt zu machen. Daher hier die meines Erachtens besten regionalen Konzertveranstalter (und zwar aus deeskalativen Gründen in alphabetischer Reihenfolge, den alle machen in ihrem Bereich einen tollen Job):

Armed with a Mind Konzert Kollektiv – veranstaltet seit 2013 Hardcore und Punk Shows in Nürnberg und das hauptsächlich im Projekt31 und bekommt dort auch guten Zulauf.

Bedroomdisco Nürnberg – nach dem Vorbild der Darmstädter Urväter der Bedroomdisco werden regelmäßig Wohnzimmerkonzerte für geladene Gäste auf die Beine gestellt. Anmeldung per E-Mail genügt, mit etwas Losglück erfährt man den Weg zur Location und darf gegen eine Spende ein heimeliges Konzert genießen. Auch ich durfte dem ein oder anderen Konzert beiwohnen und kann es nur empfehlen.

club stereo – mein Lieblingskonzertwohnzimmer im Untergeschoss der Klaragasse, denn hier sieht man oft die Großen von morgen, wie z. B. Milky Chance, Claire, OK KID oder Annenmaykantereit. David, es ist mir jedes Mal eine Freude Gast zu sein.

Concertbüro-Franken – Ein Big-Player in der Region, der die bekannteren Bands aus allen Genres in die Locations wie z.B. dem Hirsch oder den Löwensaal bringt.

DESI Stadtteilzentrum e.V. – Seit 1978 am Start, ist die Desi ein selbstverwaltetes Zentrum mit verschiedenen Veranstalterteams des Vereins und dementsprechend buntem Programm von HC-Punk und Ska über Hip Hop bis zu Electro.

Eat-the-Beat-Concerts – seit 20 Jahren besteht die Institution der fränkischen Punkrockszene und bringt Punk, Hardcore, Ska, Metal usw. auf die Bühne. Die Konzerte sind der Hit und der stets sauber gepflegte vielseitige Konzertkalender der Webseite war unter anderem meine persönliche Inspiration für Addicted to Concerts NBG.

Homies&Spasten – Sie nennen sich selbst „die schäbigste Gang der Stadt“, und ich finde es nahezu unfassbar, mit welchem Elan dieses Kollektiv die Läden in Nürnberg und Fürth aufmischt und kreativen Output unters Volk bringt. Begonnen mit Secret-Shows in ihrem legendären Headquarter in einem alten Nürnberger Industriekomplex (wer einmal dabei sein durfte, weiß: absolut geiler Scheiß!) sind sie inzwischen stadtbekannt und belegen bei lokalen Festivals eigene Bühnen. Jungs, es ist toll auf euren Konzerten zu feiern!

Live@Klüpfel – Ein Kinder und Jugendhaus das regionalen Newcomern immer Donnerstags eine Bühne bietet und zum entdecken von neuen Bands für kleines Geld oder gar bei freiem Eintritt bietet. Die Veranstaltungsreihe gibt es seit November 2013 und knüpft an alte Zeiten an: In den 1990ern  war das Jugendzentrum über Jahre  die wohl prägendste und szene-übergreifendste Konzertspielstätte der Stadt und Bands wie die Sportfreunde Stiller gaben hier ihre ersten Konzerte vor kleinem Publikum.

Ludwigs – eine Bar, die sich Dienstags (und manchmal auch Sonntags) in eine kleine Konzertbühne verwandelt und bei freiem Eintritt (bzw. gegen Spende – schließlich soll der Musiker ja etwas von seinem Auftritt haben) ein buntes Musikspektrum anbietet. Kleines Manko: Aufgrund des freien Eintritts sind manche Gäste nicht wegen der Musik da und überdecken mit Gesprächen auch gern mal fragile Musik was mich persönlich schon oft gestört hat, aber dafür ist es eben eine Bar und keine explizite Konzertlocation.

Mata Hari Bar – sie ist die wohl kleinste Bar Nürnbergs, und wenn zur Wohnzimmermusik geladen wird, muss man oft schnell sein, um eins der begehrten Tickets für ein Konzert in kleinem Kreis zu ergattern. Meine Empfehlung, testet das mal aus und holt euch bei Stephan ein Ticket. Kleiner und exklusiver geht kaum, außer StarFM Nürnberg veranstaltet mal wieder ein Konzert in einer Telefonzelle (ein Video dazu gibts hier).

Musikverein im K4 – Seit 1976 am Werk und ebenfalls im Künstlerhaus beheimatet; ihr Auftrag ist es, Bands in die Stadt zu holen, die ihnen als interessant, sympathisch, rebellisch und popkulturell relevant erscheinen. Und das schaffen sie sehr gut, wenn man beispielsweise schaut, wie oft ich im K4 zu Gast war.

Musikzentrale e.V. (MUZclub) – das Szenenetzwerk für Musikschaffende und Musikinteressierte im Großraum Nürnberg mit Sitz in Gostenhof und das seit 1984 gibt vorallem den unbekannten Newcomern regelmäßig eine Bühne.

Rockfabrik Nürnberg – Bands der vorrangig härteren Gangart finden in der Rockfabrik und dem angeschlossenen Underground eine Heimat.

Zentralcafé Kaya e.V. – beheimatet im Künstlerhaus (K4), organisiert neben DJ- und Tanzveranstaltungen auch Konzerte regionaler bis internationaler Bands aus verschiedensten Musikrichtungen und auch hinter der Bar machen sie bei den Veranstaltungen eine gute Figur. Ebenfalls ein Grund für meine zahlreichen K4-Besuche.

Die Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig, wirklich Allen genannten und ungenannten Konzertveranstaltern gebührt ein großer Dank und ein dickes Lob, dafür, dass sie die Region so fleißig mit vielfältiger und guter Musik versorgen. Weiter so!

ENDE des zwei-Jahres-Reviews und Beginn für #feinemusic.

Bei #feinemusic geht es nun weiter mit Empfehlungen, Bandvorstellungen und Konzertberichten. Stay tuned!

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/Text: André Prager/

/Titelbild: Simon Strauss/

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