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Konzertbericht: Drangsal

Ein Hauch der achtziger Jahre wehte am Freitag durch den Club Stereo. Drangsal waren zu Gast und brachten den Kellerclub mit ihrem Brachial-Pop zum Beben.

Der Sound der Band ist eine Hommage an die New Wave Helden der 80er Jahre: The Smiths, Joy Division, The Cure… Dennoch sind Drangsal keine Kopie sondern eher die Verschmelzung all dieser Einflüsse zu einem harmonischen großen Ganzen.

Wer den Auftritt beim letztjährigen Nürnberg.Pop gesehen hat, der wusste was einen erwartet und wurde, soviel vorweggenommen, auch nicht enttäuscht.

Sänger und Frontmann Max Gruber schaffte es trotz eines hartnäckigen Hustens, das buntgemischte Publikum zu begeistern und eine tolle Show abzuliefern. Sein etwas dandyhaftes Auftreten wirkte wie eine Reminiszenz an längst vergangene Zeiten. Passt also wunderbar zur Musik, die klingt wie direkt aus den 80ern in die Neuzeit gebeamt.

Drangsal spielten nicht nur Stücke aus dem Erstlingswerk „Harieschaim“, sondern präsentierten auch zwei Songs aus dem Folgealbum, an welchem bereits fleißig gearbeitet wird. Die klangen wie der typische Drangsal-Sound und machen schon definitiv Vorfreude auf das neue Album. Einen ähnlichen Erfolg wie bei seinem Debütalbum kann man ihm nur wünschen.

Nicht außer Acht lassen sollte man auch die Vorband. FLUT kommen aus Österreich und klingen so, als wären sie mit Drangsal zusammen in einer Zeitmaschine aus den Achtzigern angereist. Es war ja damals nicht alles schlecht, nur die Klamotten und die Frisuren. Musikalisch klingt das sehr nach den coolen NDW-Sachen. Grauzone, Fehlfarben, Spliff. Die sollte man definitiv auf dem Schirm behalten, könnte nach Bilderbuch und Wanda das nächste große Ding aus dem Nachbarland werden.


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/ Text: Simon Strauß / Titelbild: Dennis Dirksen /