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Konzertbericht: J. Bernardt in der Berghain Kantine

Ist es komisch auf ein Konzert zu gehen und dort ein Album zu hören, dass einen Tag später erst erscheinen wird, und gefühlt als einzige die Songs zu erkennen und mitzusingen?

Ich sage euch nein! Am Donnerstag gab J. Bernardt, der ja erst groß im „5 Fragen an“ vorgestellt wurde, bei seinem Debüt „Running Days“ zum Besten.

Ich hatte es im Interview schon erwähnt, dass ich gespannt war, wie gut er auf der Bühne sein würde. Enttäuscht wurde ich nicht, das Publikum war ab dem ersten Song aufmerksam, jubelte artig nach jedem Lied und getanzt wurde auch. Ich für meinen Teil, spürte am Ende des Abends meine Beine.

Mitschuld hatte auch Pomrad, die den Abend eröffneten. Ein Keytar spielender Sänger und ein Schlagzeuger. Musikalisch geht es in die Daft Punk Richtung – ich konnte mein Blick auch nicht von der Keytar wenden. Sieht man ja auch nicht alle Tage…

Nach ihrem Set standen Pomrad wieder auf der Bühne, diesmal ohne Keytar und als Band von J. Bernardt.

Und weil ich das Album ja schon kannte, merkte ich, dass die Lieder live mindestens genauso stark sind wie auf Platte. „The Question“ zum Beispiel wirkt live imposanter und „Calm Down“ noch mal intensiver, als es das eh schon ist. Enttäuscht wird man wirklich nicht, wenn man sich J. Bernardt anschaut!

Seinen letzten Song verglich er mit der Zigarette nach dem Sex. Ein guter Vergleich, denn musikalisch befriedigte er das Publikum, doch nach dem letzten Song, der Zigarette, bekam man eher noch Lust auf eine zweite Runde.

Das hätte noch länger so weiter gehen können, der Applaus bestätigte es. Doch J. Bernardt verließ nach der Zugabe die Bühne und das Publikum bewegte sich langsam in Richtung Ausgang, um nun wirklich eine Zigarette zu rauchen.

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/ Text: Matilda Pfeil / Bild: Athos Burez /