Wyoming

MABADEMO (Dezember’14)

Das Jahr neigt sich dem Ende und jeder ist schon in Weihnachtsstimmung. Die Rückblicke auf das Jahr 2014 beginnen wieder und man schwelgt in Erinnerungen. Ist das wirklich 2014 passiert? Auch wenn ich mich mit Jahresrückblicken immer schwer tue – am Ende schweife ich zu sehr aus – so möchte ich doch die letzte MABADEMO mit einem kleinen Rückblick beginnen.

Jeden Monat stelle ich mir die Frage: Welche Band soll es denn sein? Gut, anfangs musste ich noch reinkommen und mir erstmal das Konzept überlegen. Denn einfach so jeden Monat eine Band vorzustellen ist langweilig, das machen schon viele andere. Schnell war klar, dass ich Bands vorstellen werde, mit denen ich etwas verbinde. Bombay Bicycle Club machten den Anfang, The xx folgten und Kasabian, Kraftklub und The Neighbourhood durften sich auch mit einreihen. Wie eine Band eine MABADEMO (MatildasBanddesMonats) wird, das könnt ihr gerne noch mal hier nachlesen.

Für die letzte MABADEMO im Jahr 2014 habe ich mir eine ganz besondere Band herausgesucht. Die Wahl fiel auf Wyoming! Vielleicht bekannt, vielleicht auch nicht, mir ist es egal. In meinem „Bandolymp“ sind sie schon längst.

Die Geschichte begann letztes Jahr beim Nürnberg.Pop Festival. Ich war dort und führte ein paar Interviews und schaute mir die Konzerte an. Nachmittags traf ich OK KID und für den Abend war eigentlich Abby geplant, was aber leider vor Ort nicht klappte. Die ganze Abendplanung geriet deswegen durcheinander, aber darüber bin ich sehr froh, denn so habe ich Wyoming entdeckt und kennengelernt! Vor ihrem Auftritt sprach ich sie kurz an, ob sie Interesse hätten, nach ihrem Konzert ein Interview zu geben. Ich dachte mir, wenn Abby nicht klappt, dann eben eine andere Band. An diesem Tag erschien auch ihr Debütalbum „Fountain“, wie passend. Ich muss kurz etwas ausholen. Wyoming ist die Band, die ich schon am häufigsten live gesehen habe, insgesamt schon vier Mal! Und jedes Mal war es anderes.

Das erste Mal eben bei Nürnberg.Pop. Ich fand den Auftritt sehr schön, sehr ruhige Musik, ich hörte alle Lieder zum ersten Mal und ich war angetan. Nach dem Auftritt dann das Interview. Sehr interessant, weil ich nichts über sie wusste und irgendetwas gefragt habe. Danach ein bisschen Smalltalk und man verabschiedete sich. Ein paar Tage später habe ich gesehen, dass es ihr Album für nur einen Fünfer bei Amazon gab, und hab sofort zugeschlagen, eigentlich ohne darüber nach zu denken, geschweige denn mir das Album noch mal anzuhören. Wenn ich mir ein Album kaufe, dann doch immer sehr bedacht, denn es muss mich vom Hocker reißen. „Fountain“ hat es, und danach habe ich es monatelang gehört. Es war die Sucht danach, ihr wisst ja …

Wie es der Zufall eben so wollte, war das Treffen bei Nürnberg.Pop nicht das Einzige. Nur knapp einen Monat später sollte man sich beim PULS Festival in München im Backstage-Bereich wieder über den Weg laufen. Sehr lustig, weil man sich fast nicht erkannt hätte, aber nur eben nur fast. An dem Abend sah ich sie zum zweiten Mal, aber nicht ganz, nur kurz. Diesmal erkannte ich die Lieder und empfand das Konzert ganz anders.

Im Januar dieses Jahres, und der kommt mir wirklich wie eine halbe Ewigkeit entfernt vor, spielten die drei beim Radio Z Winterfest. Das war meine Gelegenheit, endlich die Lieder, die schon seit Monaten bei mir liefen, mal live zu hören und sich auf die Favoriten zu freuen. Also war das Wyoming Konzert Numero drei. Diesmal erkannte man sich, als man sich davor zufällig traf. Das dritte Konzert empfand ich wieder anders, da ich nun jetzt wirklich alle Songs kannte und ich mich umso mehr auf meine Favoriten gefreut habe. Was mich noch immer zum Schmunzeln bringt ist, dass sie mein Bild, das ich an dem Abend vom Konzert gemacht habe, bei Facebook gepostet haben. Das vierte Treffen war dann ein Treffen von alten Freunden. Es war im Mai, als OK KID zu Besuch im Club Stereo waren. Das Konzert war ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, die Karten waren schon vorher gekauft, und erst später wurde bekannt gegeben, dass Wyoming der Support-Act ist. Was für ein Zufall! Nun, das Konzert war für mich wie das dritte. Ich kannte die Lieder und war erstaunt, als dann auch noch ein neues gespielt wurde!

Zu erwähnen, dass ich die Musik und die Jungs mag, brauche ich nicht mehr, oder?

Manche würden sagen, dass ihre Musik an die von The xx erinnert. Dem kann ich nicht zustimmen. Wyoming klingt anders und einfach nach Wyoming, dafür habe ich sie schon zu oft gehört. Ich mag es, dass ihre Lieder unterschiedlich klingen und es fast stimmungsabhängig ist, ob ich sie als ruhig oder fast schon peppig empfinde. Beim ersten Hören des Albums überwog das Ruhige, zwar abwechslungsreich, aber doch sehr gleich klingend. Je öfter ich es gehört habe, desto mehr höre ich die Unterschiede heraus. Ich bin schon sehr gespannt, wie das bei dem Nachfolger wird! Die Erwartungen sind hoch und ich hoffe, bei mir entsteht nicht wieder ein allzu großes Suchtpotenzial …

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/Text: Matilda Pfeil/